Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will den Verbraucherschutz im Bereich der Telekommunikation stärken, berichtet die "Wirtschaftswoche". Der kürzlich vorgelegte Gesetzesentwurf greife fast alle Verbraucherbeschwerden der vergangenen Jahre auf. Dies stößt allerdings auf Kritik seitens der Branche.
So sollen Warteschleifen bei Service-Hotlines künftig für alle Anrufer kostenlos sein. Weiterhin soll es für Kunden künftig möglich sein, bei einem Wechsel des Mobilfunkanbieters ihre Handynummer noch während eines laufenden Vertrages mitzunehmen. Auch bei einem Umzug oder Providerwechsel soll die Umstellung künftig nicht länger als einen Tag dauern.
Das Gesetz sieht außerdem vor, dass die Laufzeiten der Verträge nicht mehr wie üblich 24 Monate betragen, sondern auf zwölf Monate reduziert werden. Auch das Werben der Internetanbieter mit der maximalen Geschwindigkeit soll es nicht mehr geben. Stattdessen sollen die Anbieter dem Kunden eine Mindestgeschwindigkeit sicherstellen.
Aufgebracht zeigen sich die Telekommunikationsunternehmen dem neuen Gesetzentwurf gegenüber. Vor allem die kostenfreien Warteschleifen lehnen die Betreiber ab. Brüderles Modell soll "den Fortbestand des gesamten Servicedienste-Marktes gefährden, der jährlich mehr als eine Milliarde Euro erwirtschaftet."
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