Apps

Smartphone-Nutzer holen sich Infos lieber im Browser

Größerer Nutzerkomfort beim Surfen als bei Apps

vom 29.10.2010 (3)

Zusatzanwendungen für Mobilfunkgeräte (Apps) liegen voll im Trend. Der Hype um die Programme ist jedoch trügerisch, wie die Marktforscher von Emarketer aufzeigen. Nach wie vor bevorzugen die User des mobilen Internets den klassischen Browser. Sie schätzen offenbar den größeren Nutzerkomfort beim Surfen, um Zugang zu jeglichem virtuellen Content in einem Software-Tool zu erlangen.

Bei manchen Funktionen liegen die zweckspezifischen Anwendungen aber bereits voran. "Apps sind kein vorübergehender Hype, sondern der Beginn einer neuen Revolution", sagt Marco Harfmann, Bereichsleiter Residential & Small Business Marketing A1 Telekom Austria, beim DMVÖ-Congress des Dialog Marketing Verbands Österreich. Dennoch sind sich Marketing-Fachleute aus der Praxis der nach wie vor wesentlich höheren Reichweite des Mobil-Browsers gegenüber den Smartphone-Anwendungen bewusst.

Apps müssen Mehrnutzen bieten

"Die Apps müssen den Usern einen Mehrnutzen bieten, den sie auf keinem anderen Weg erreichen können", meint Harfmann. Von Bedeutung ist etwa die Individualisierbarkeit der Programme, um ihnen mehr Relevanz zu verleihen. So befinden sich den Marktforschern von Borrell Associates zufolge nur fünf Prozent der neu geladenen Dienste länger als sechs Monate auf den Geräten der Nutzer.

Zwar zeigen die Apps weiterhin herausragende Download-Raten. Bei der Nutzung liegt der Browser jedoch klar voran. Für den Zugang zu Produktinformationen beim Online-Shopping oder zu Blogs verwenden beispielsweise mehr als drei Viertel der Mobile-Web-User lieber den Browser. Selbst Sportnews, Nachrichten, Videos und lokale Informationen wie das Wetter rufen die Medienkonsumenten eher selten anhand dafür vorgesehener Anwendungen ab. Social Networks, Musik und Games steuern die Nutzer hingegen bevorzugt mittels Apps an. (pte)

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Bildquelle: Apple | Autor: KO (Originalautor: Manuel Haglmüller )

Kommentare Kommentar schreiben

02.11.2010, 14:13 Uhr
Perry
Warum? Gibt doch auch Browsergames und gestreamte Musik.

Abgesehen davon das hier Apps wie z.B das hier gemeint sind:

http://www.spiegel.de/dienste/0,1518,668215,00.html

Bei solchen Apps frag ich mich immer wieder was der Blödsinn soll. Das iPhone hat den "besten und schnellsten" Browser und ich soll mir den Speicher mit Apps vollmüllen statt den Browser zu nutzen?

29.10.2010, 17:44 Uhr
hinkefuss25
musik und games per handybrowser wäre ja auch irgendwie doof oder?
29.10.2010, 13:22 Uhr
inside-handy.de
Apps liegen voll im Trend, trotzdem bevorzugen mehr User den mobilen Browser. Was können Entwicker bei den kleinen Zusatzprogrammen besser machen, damit sie für die Nutzer interessanter sind?
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