Wie E-Plus heute mitteilte, konnte das dritte Geschäftsquartal mit einem soliden Wachstum abgeschlossen werden. So stieg der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 850 Millionen Euro, das Ebitda sogar um 11,2 Prozent auf 386 Millionen Euro. Der Kundenstamm wuchs um 6,3 Prozent auf 19,9 Millionen, zusammengesetzt aus 6,9 Millionen Laufzeitverträgen (plus 1,4 Prozent) und 13 Millionen Prepaid-Kunden (plus 9,2 Prozent).
Der drittgrößte Netzanbieter auf dem deutschen Markt konnte also vor allem durch seine Flatrate-Tochter Base und die Discount-Marke Simyo neue Prepaid-Kunden generieren, während Laufzeitverträge nur einen kleinen Teil des Wachstums ausmachten. Insgesamt kamen in den vergangenen zwölf Monaten rund 1,2 Millionen neue Kunden dazu - 309.000 davon im letzten Quartal -, sodass E-Plus nach eigenen Angaben schon bald die 20-Millionen-Marke durchbrechen wird.
Der Mobilfunkbetreiber konnte zwischen Juli und September seinen Serviceumsatz um vier Prozent auf 810 Millionen Euro steigern, der durchschnittliche monatliche Erlös pro Kunde (ARPU) blieb unverändert bei 14 Euro - während der Anteil der Vertragskunden jedoch mit minus 3,7 Prozent rückläufig war, stieg der Prepaid-Anteil um 16,7 Prozent auf sieben Euro. 28 Prozent des ARPU entfallen laut E-Plus auf Datenumsätze, eingeschlossen SMS.
"Wir wollen im Datenmarkt überproportional zulegen und so unsere Wachstumsstory fortsetzen", so E-Plus-CEO Thorsten Dirks. "Wir haben verstanden, worauf es dem Kunden dabei ankommt. Unser Ziel erreichen wir über zwei Fokusaktivitäten: Kostensichere, günstige und unkomplizierte Angebote für die Nutzer sowie den schnellen Ausbau des Datennetzes." Bereits Anfang des Monats hatte Dirks erklärt, in zwei Jahren das deutschlandweit beste Datennetz haben zu wollen, jedoch nicht durch Investitionen in LTE, sondern den Einsatz von HSPA+.
In den vergangenen Tagen hat das Unternehmen zudem für Marken wie Base, Simyo und Blau.de diverse Datenangebote vorgestellt, die neuen Zielgruppen den Weg zur mobilen Internetnutzung ebnen und so künftige Wachstumschancen für das Unternehmen eröffnen sollen.
Auch KPN mit leichten Zuwächsen
Indes verkündete auch der E-Plus-Mutterkonzern KPN seine Geschäftszahlen. Analog zu dem deutschen Mobilfunker konnte auch der niederländische Telekomanbieter Umsatz und Gewinn leicht steigern. Demnach erhöhte sich Ersterer im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,5 Prozent auf 3,38 Millarden Euro, das Ebitda stieg um 6,0 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Der Überschuss kletterte von 395 auf 404 Millionen Euro, was laut Unternehmenschef Ad Scheepbouwer vor allem dem Serviceumsatz und der Rendite der deutschen E-Plus-Tochter zu verdanken sei.
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