Frau telefoniert zuhause

Homezone-Tarife: Gericht kassiert Genehmigung

Preis-Dumping gegen Festenetzanschlüsse befürchtet

vom 23.10.2010 (2)

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig hat die Genehmigungen für sogenannte "Homezone"-Tarife aufgehoben. Geklagt hatten die Festnetzanbieter NetCologne, Köln, und M-Net, München. Ihrer Meinung nach ermöglichen die Angebote o2 Homzone, T-Mobile@home und Vodafone Zuhause unzulässige Dumpingangebote zu Lasten der Festnetzanbieter. Die Bundesnatzagentur, die diese Tarife genehmigt hatte, muss nun neue Preise festlegen. 

Konkret stören sich die Richter vor allem an der zu ungenauen Regulierung der Preise für die Zustellung eines Festnetzanrufes in die Homezone. Die bisherigen Genehmigungen für diese Tarife sahen vor, dass die genehmigten Tarife ohne Begrenzung unterschritten werden durften.

Gericht: Zu wenig Vorsorge gegen Mißbrauch

Die Bundesnetzagentur sei offensichtlich davon ausgegangen, dass niedrigere Kosten durch die Kunden selbst getragen würden - zum Beispiel durch höhere Anschluss- oder Grundgebühren, so die Richter. Das Gericht befand allerdings, dass die Netzagentur keine Vorsorge dagegen getroffen habe, dass auf andere Art und Weise ein missbräuchlicher Anreiz zu Abwanderung der Kundenanschlüsse aus dem Festnetz geschaffen werden könne. Die Bundesnetzagentur muss nun durch eine Neuregelung der Entgeltgenehmigungen schon die Möglichkeit missbräuchlicher Gestaltungen ausschließen - darauf hätten die Wettbewerber aus dem Festnetz einen Anspruch.

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Bildquelle: Vodafone | Autor: JF

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26.10.2010, 11:57 Uhr
[Gast]
ich glaub nicht. jetzt muss man ja erst mal abwarten was die netzagentur daraus macht....

24.10.2010, 23:27 Uhr
Maik
So, hat das nun irgendwelche Folgen für Homezone-Bestandskunden?
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