Nachdem Wetab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen wegen gefälschter Rezensionen bei dem Online-Händler Amazon bereits seinen Posten als Geschäftsführer der Wetab GmbH aufgegeben hatte, legt dieser nun auch die Geschäftsführung des IT-Dienstleisters Neofonie nieder. Diese wird nun der bisherige Co-Geschäftsführer Thomas Kitlitschko übernehmen. Hoffer von Ankershoffen bleibt jedoch als Gesellschafter im Unternehmen.
Wegen der anhaltenden Diskussionen über seine Person hatte sich Hoffer von Ankershoffen vergangene Woche entschieden, seine Position als Geschäftsführer der Wetab GmbH "bis auf weiteres ruhen zu lassen". Die Vertretung nach außen übernahm der zweite Geschäftsführer Tore Meyer. Hoffer von Ankershoffen betonte jedoch, dass er trotz seines Rücktritts bei der Wetab GmbH, Sprecher der Geschäftsführung und Gesellschafter des von ihm gegründeten Softwareentwicklers Neofonie bleiben wird.
Geschichte voller Pannen
Neofonie hatte mit seinem Tablet Wetab schon von Beginn an kein glückliches Händchen. Die erste Produktpräsentation geriet zur Farce, weil kein lauffähiges Gerät zur Verfügung stand - das mediale Echo war überwiegend negativ. Danach wurde das Multimedia-Tablet Wepad überraschend in Wetab unbenannt - angeblich auf Druck des Konkurrenten Apple. Kurz nach dem Verkaufsstart des Wetab-Tablets zeigten viele der ersten Käufer sich zudem enttäuscht. So fehlten den Geräten unter anderem angekündigte Funktionen wie Multitouch, ein App-Market und Skype. Die gefälschten Rezensionen sind der krönende Abschluss der Pannenserie.
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