Nach vier Jahren mit sinkenden Umsätzen verbucht der Mobilfunk insgesamt in diesem Jahr erstmals wieder ein leichtes Plus (plus 0,8 Prozent auf 24,3 Milliarden Euro). Dies ist ein zentrales Ergebnis der zwölften gemeinsamen "TK-Marktstudie" von VATM und Dialog Consult. Der Studie zufolge greifen Verbraucher 2010 noch etwas häufiger zum Handy als im Jahr zuvor: 258 Millionen Minuten pro Tag (2009: 250 Millionen).
Im Vergleich: Per Festnetz werden 645 Millionen Minuten täglich und damit zwei Drittel der Zeit miteinander kommuniziert (2009: 649 Millionen). "Vor dem Hintergrund der bestehenden Mobilfunk-Tarifmodelle scheint sich eine Sättigung der Mobilfunksprachnutzung abzuzeichnen – das kann sich jedoch durch neue Tarifmodelle auch schnell ändern", so Gerpott.
Zum Jahresende werde es rund 108,3 Millionen Prepaid- und Postpaid-Mobilfunkverträge geben. "Die Gesamtzahl der aktivierten SIM-Karten stagniert aufgrund der Ausbuchung von inaktiven Prepaid-Kunden, ergänzt der TK-Spezialist.
Marktführer im Mobilfunk sind laut Schätzung für 2010 weiterhin Telekom Deutschland und Vodafone D2 mit Marktanteilen von 30,1 beziehungsweise 29,8 Prozent. Die später gestarteten Netzbetreiber E-Plus und Telefónica O2 können ihre Marktanteile weiter leicht ausbauen. Doch es wird nicht nur mehr geredet: Auch der Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wächst 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 auf 28,5 Prozent.
Mehr als die Hälfte dieser Umsätze resultiert mit 15,9 Prozent aus der Datenübertragung (2009: 13,9 Prozent). Das Wachstum der Datenübertragung werd gleichermaßen durch die intensivere Modemnutzung von SIM-Karten für Laptops, Note- und Netbooks einerseits und andererseits durch die zunehmende Smartphone-Nutzung getragen. weiterlesen...
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