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Wetab-Chef tritt nach gefälschten Rezensionen zurück

Helmut Hoffer von Ankershoffen nimmt seinen Hut

vom 05.10.2010 (4)

Dieser Schuss ging offenbar nach hinten los. Nachdem Wetab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen beim Verfassen gefälschter Rezensionen erwischt worden war, tritt dieser nun als Geschäftsführer zurück. Der Firmenchef hatte das eigene Produkt im Online-Shop von Amazon unter falschem Namen gelobt. Aufgedeckt hatte den Skandal ein Journalist, der zwei besonders gute Beurteilungen des Tablets unter die Lupe genommen hatte.

Die Rezensionen wurden von dem Wetab-Chef und seiner Frau unter den Namen Peter Glaser und Claudia Kaden verfasst. Darin lobten beide das Wetab als "sehr sehr gut". Die Beurteilungen wurden inzwischen entfernt.

Diesen Fauxpas gestand Hoffer von Ankershoffen nun in einer Pressemitteilung. "Die beiden fraglichen Rezensionen auf Amazon habe ich privat verfasst, ohne mich mit der übrigen Geschäftsführung oder unserer Kommunikationsabteilung abzustimmen", heißt es in der Erklärung des Wetab-Chefs. "Ich wollte damit meiner Freude über den Markstart und meiner Überzeugung, dass das Wetab ein tolles Gerät ist, Ausdruck verleihen", schreibt er weiter. Inhaltlich stehe er voll hinter dem, was er geschrieben habe. Allerdings sei es ein Fehler gewesen, nicht den eigenen Namen für die Bewertung zu verwenden.

Dafür möchte sich der Wetab-Erfinder entschuldigen. Wegen der anhaltenden Diskussionen über seine Person habe er sich entschieden, seine Position als Geschäftsführer der Wetab GmbH bis auf weiteres ruhen zu lassen. Die Vertretung nach außen übernimmt der zweite Geschäftsführer Tore Meyer, Hoffer von Ankershoffen bleibt jedoch Sprecher der Geschäftsführung und Gesellschafter des von ihm gegründeten Softwareentwicklers Neofonie.

Neofonie hatte mit seinem Tablet Wetab schon von Beginn an kein glückliches Händchen. Die erste Produktpräsentation geriet zur Farce, weil kein lauffähiges Gerät zur Verfügung stand - das mediale Echo war überwiegend negativ. Danach wurde das Multimedia-Tablet Wepad überraschend in Wetab unbenannt - angeblich auf Druck des Konkurrenten Apple. Kurz nach dem Verkaufsstart des Wetab-Tablets zeigten viele der ersten Käufer sich zudem enttäuscht. So fehlten den Geräten unter anderem angekündigte Funktionen wie Multitouch, ein App-Market und Skype. Die gefälschten Rezessionen sind der krönende Abschluss der Pannenserie.

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Bildquelle: wetab.mobi, Wetab | Autor: KO

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05.10.2010, 14:49 Uhr
XxCartmanxX
"... bleibt jedoch Sprecher der Geschäftsführung"

Das ist der Witz schlecht hin. Sprecher? Seit der verkorksten Präsentation hat sich weder die GF noch die Presseabteilung gemeldet und einmal Stellung bezogen. Diesen Job hätte ich auch gern. Einfach nur dasitzen - oder sollte man lieber "aussitzen" sagen?

Die komplette PR-Abteilung hätte ich...[mehr] als erstes gefeuert. Das mit den Rezessionen ist ja nur das Ergebnis einer schlechten PR-Arbeit. Hätte man sich mal gemeldet und die Fehler offen zugegeben, anstatt in der Versenkung zu verschwinden und die Vogelstrauß-Methode anzuwenden, wäre die Presse nicht so vernichtend über das Gerät hergezogen. Das HHvA dann versucht, das Image noch ein wenig mit den Rezessionen aufzupolieren, zeigt eher die Hilflosigkeit.

Ein weiteres komplettes Desaster der PR-Abteilung, war die Öffnung der Facebook-Seite. Jeder konnte das Gerät dort anprangern und zerreden. Bis heute machen sich "Gegner" öffentlich auf der Wetab-Facebook-Seite über das Gerät lustig. Kein anderer Hersteller würde dies dulden.





05.10.2010, 14:33 Uhr
iPhone - best phone ever!
Lieber damals das iPad mit ein wenig Verspätung, als ein Wetab, das nicht funtkionert. Habe es bei MediaMarkt ausprobiert. Es ist wirklich ein Witz. Genaus so wie die gefälschte Rezension, wobei ich einen Rücktritt als übertrieben empfinde.
05.10.2010, 14:26 Uhr
[Gast]
"Rücktritt" ist etwas anderes als die Position "ruhen lassen". Nur mal so nebenbei.
05.10.2010, 13:00 Uhr
inside-handy.de
Neofonie hatte mit seinem Tablet Wetab schon von Beginn an kein glückliches Händchen. Sind die gefälschten Rezessionen nun der endgültige Todesstoß für das Multimedia-Tablet?
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