Blackberry-Tablet "Blackpad"

Update: : RIMs Blackpad-Tablet: Analysten sind skeptisch

Tablet des Blackberry-Herstellers lässt viele Fragen offen

vom 23.09.2010 (0)

Am Mittwoch berichtete das "Wall Street Journal" über die Tablet-Pläne des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM). Kommende Woche soll das "Blackpad" auf einer Entwicklerkonferenz in San Francisco präsentiert werden. Doch schon jetzt macht sich Skepsis breit: Marktanalysten bezweifeln, ob die Kanadier mit einem überzeugenden Touchscreen-Konzept aufwarten können.

"Die touchbasierten Blackberry-Geräte wie das Storm waren bisher kaum erfolgreich. Es bleibt also abzuwarten, wie RIM die damit zusammenhängenden Usability-Probleme bei einem Tablet lösen kann", sagte Screen-Digest-Analyst Julien Theys.

QNX als Betriebssystem

Als sicher gilt, dass RIM bei seinem Tablet-Erstling nicht auf das aktuelle Blackberry-Betriebssystem OS 6 setzen will, sondern auf eine neue Plattform des kürzlich erworbenen Softwareherstellers QNX. "Derzeit weiß niemand, was es mit diesem Betriebssystem wirklich auf sich hat", so Theys. "Andererseits musste sich RIM etwas Neues einfallen lassen, denn das in die Jahre gekommene Blackberry OS kann die gesteigerten Tablet-Anforderungen sicherlich nicht mehr erfüllen."

Das unter dem Namen "Blackpad" oder "Surfbook" gehandelte Tablet soll mit Kamerafunktionalitäten, Bluetooth und Breitbandzugang ausgestattet sein. Ob RIM ein Sim-Karten-fähiges Modell anbieten wird, scheint derzeit aber noch ungewiss. Als Vorteil für RIM werten Analysten die starke Verankerung im Business-Segment, was schon bisher wesentlich zum Erfolg von Apples iPad beigetragen hat.

Tastatur als Segen und Fluch

Kaum Hinweise gibt es hingegen, ob RIM dem Tablet einige spezielle Funktionen spendieren wird, welche die sichere Integrierung in Firmennetzwerke ermöglicht. Auch über eine mögliche physische Tastaturlösung - ein weiterer Pluspunkt der meisten Blackberry-Geräte - ist nichts bekannt. "Die komfortablen Keyboards haben sich für Blackberry als Segen und Fluch erwiesen. Einerseits werden Leute, die physische Keyboards bevorzugen, sich eher RIM zuwenden. Anderseits läuft das Unternehmen Gefahr, in dieser Nische stecken zu bleiben", so Theys. (pte)

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Bildquelle: techtree.com | Autor: RS (Originalautor: Martin Jan Stepanek )

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