Unter dem Namen Orion hat Samsung eine neue Dual-Core-Prozessor-Generation vorgestellt, die auf ARMs Cortex A9 basiert. Die beiden Kerne des Orion takten mit jeweils einem Gigahertz und sollen in mobilen Endgeräten, vor allem Smartphones und Tablets, zum Einsatz kommen. Die im 45-Nanometer-Verfahren gefertigte CPU verfügt über ein Megabyte L2-Cache und positioniert sich als Alternative zu Qualcomms neuen Dual-Core-Produkten oder Nvidias Tegra 2.
Samsung integriert in den Orion Hardwarebeschleunigung, zum Beispiel für die De- und Enkodierung von Videos. So soll es möglich sein, auch 1080p-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde wiederzugeben und aufzuzeichnen. Laut Samsung ist die 3D-Grafikleistung der Orion-GPU fünfmal so hoch wie die des aktuellen Hummingbird-Prozessors.
Die Südkoreaner verpassen dem neuen Rechenknecht auch GPS und einen Basisband-Prozessor sowie diverse Schnittstellen, unter anderem für NAND-Flash, moviNAND, eMMC und den Anschluss einer Festplatte oder SSD per SATA. Als Speicher kann sowohl LPDDR2 als auch DDR3 verwendet werden. Darüber hinaus kann der Orion-Prozessor drei Displays ansteuern, zwei interne und ein per HDMI 1.3a extern angeschlossenes.
Laut Samsung wird der neue Dual-Core-Prozessor noch im vierten Quartal dieses Jahres an ausgewählte Kunden ausgeliefert. Demnach könnte die nächste Galaxy-Version mit dem neuen Prozessor unter dem Weihnachtsbaum liegen, auch wenn die Strategie des Herstellers Analysten zufolge ein "Loch im vierten Quartal" aufweist. Die Massenproduktion soll in der ersten Hälfte 2011 anlaufen.
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