Die Bundesnetzagentur hat gestern die im Mai abstrakt ersteigerten Frequenzblöcke in den Frequenzbereichen 800 Megahertz und 2,6 Gigahertz zugeordnet. Für einen Großteil der Frequenzblöcke musste ein Losverfahren durchgeführt werden. Die ersten beiden Blöcke im 800-Megahertz-Band gingen so an O2, die beiden mittleren an Vodafone und die beiden oberen an die Deutsche Telekom.
"Da nunmehr alle versteigerten Frequenzblöcke zugeordnet sind, liegt die schnelle Breitbandversorgung auch auf dem Land jetzt in den Händen der Unternehmen", betont Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Netzbetreiber könnten nun ihre Netzplanung konkretisieren und ihre Netze zügig auf- und ausbauen.
Im Mai wurden für den drahtlosen Netzzugang insgesamt rund 360 Megahertz aus den Bereichen 800 Megahertz, 1,8 Gigahertz, 2 Gigahertz und 2,6 Gigahertz für rund 4,4 Milliarden Euro an die vier Mobilfunknetzbetreiber E-Plus, O2, Telekom und Vodafone versteigert, sowohl abstrakt als auch konkret.
Die konkret ersteigerten Frequenzblöcke wurden den erfolgreichen Bietern bereits im Wesentlichen im Anschluss an das Auktionsverfahren zugeteilt. Dies betrifft die Frequenzbereiche 1,8 Gigahertz und 2 Gigahertz, die nunmehr technologie- und diensteneutral genutzt werden können.
Für die abstrakt ersteigerten Frequenzblöcke in den Frequenzbereichen 800 Megahertz und 2,6 Gigahertz bestand für die erfolgreichen Bieter zunächst die Möglichkeit, sich innerhalb von drei Monaten einvernehmlich über die Position der Frequenznutzungsrechte zu einigen. Nachdem eine Einigung zwischen den Unternehmen nicht zustande gekommen ist, war es Aufgabe der Bundesnetzagentur, die abstrakt versteigerten Frequenzblöcke in einem offenen und transparenten Verfahren zuzuordnen.
Mit Hilfe der Frequenzen im 800-Megahertz-Bereich, der sogenannten Digitalen Dividende, sollen vor allem in den ländlichen Regionen breitbandige Internetzugänge realisiert werden. Die drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 hatten die entsprechenden Frequenzen ersteigert und unterliegen damit einer Aufbauverpflichtung zur Schließung der mit Breitband unterversorgten Regionen. So sollen bis Ende des Jahres alle deutschen Haushalte mit mindestens einem Megabit pro Sekunde versorgt werden.
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