Infineon

Infineon: Samsung und Intel buhlen um Handychip-Sparte

Analysten halten Samsung für die bessere Wahl

vom 30.07.2010 (0)

Der Chiphersteller Infineon wird derzeit von zwei großen internationalen IT-Unternehmen hofiert. Einerseits ist Intel laut Medienberichten an einer Übernahme der Handychip-Sparte interessiert. Andererseits gibt es Überlegungen, mit Samsung ein Joint Venture zu gründen. Analysten der Citigroup sprechen sich in einem aktuellen Report für eine Übernahme durch Samsung aus. Das sei die "bessere Wahl", urteilen die Finanzexperten.

Sowohl bei Intel als auch bei Samsung gibt man sich diesbezüglich bedeckt. Beide Unternehmen können laut dem Bericht von dem Deal profitieren. Intel, weitaus größter Hersteller von PC-Chips, schneidet sich mit einer Übernahme vom Handset-Markt ein Stück ab. Samsung kann hingegen seine Marktdominanz endgültig einzementieren. Bei Infineon gibt man sich verschlossen: "Wir geben zu Verkaufsspekulationen von Wireless Solutions keinen Kommentar ab", so Konzernsprecher Christian Hoenicke.

Lahme Chip-Sparte kommt in Schwung

Sollte es zu einem Verkauf kommen, könne Infineon laut Citigroup einen Betrag in Milliardenhöhe verlangen. Schätzungen zufolge wird die Handychip-Sparte im laufenden Jahr 1,26 Milliarden Euro umsetzen, ein Plus in Höhe von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Bis vor kurzem kämpfte Infineon noch mit der Überlebensfähigkeit seiner dahindümpelnden Chip-Sparte. Nun gab der Konzern aber bekannt, von einer wahren Auftragsflut überrascht worden zu sein. Die Chip-Sparte macht inzwischen rund ein Drittel des Gesamtumsatzes von Infineon aus. Zu den größten Kunden von Infineon zählen Apple und LG. (pte)

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Bildquelle: Infineon | Autor: KO (Originalautor: Paul Eidenberger)

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