Die Zentrale der Versatel AG in Düsseldorf

Versatel verkauft seine Kabelnetz-Sparte

Vollständiger Rückzug aus dem Kabel-TV-Geschäft

vom 30.06.2010 (0)

Der Düsseldorfer Telekommunikationsanbieter Versatel stößt sein Kabelnetz-Geschäft ab: Wie der Vorstand des Unternehmens bekannt gab, wird die Kabel-TV-Sparte der Versatel AG für 66 Millionen Euro an einen französischen Investor verkauft. Die Tochterfirma Versatel Kabel hatte Anfang Juni gerade erst eine Kooperation mit dem Pay-TV-Anbieter Sky gestartet.

Alle Anteile der Versatel Kabel GmbH einschließlich deren Tochtergesellschaften gehen an den Finanzinvestor Chequers Capital aus Paris, darunter auch die Kabelnetzbetreiber AKF Telekabel und Media Home, die Versatel 2008 übernommen hatte. Im vergangenen Jahr waren die Düsseldorfer noch als möglicher Kandidat für eine Übernahme der Kabelgesellschaft Orion Cable gehandelt worden.

Die französische Chequers Capital ist ein strategischer Finanzinvestor, der laut Pressemitteilung "darauf spezialisiert ist, Unternehmen partnerschaftlich zu übernehmen und gemeinsam mit dem Management weiterzuentwickeln". Das bisherige Management der Versatel Kabel soll das Unternehmen auch zukünftig leiten. Für die Kunden und Partner ergäben sich aus dem Verkauf keine Veränderungen, heißt es.

Die Versatel AG will sich nach eigenen Angaben mit dem Verkauf der Beteiligungsgesellschaften vollständig aus dem Geschäft mit den Endkunden im Bereich Kabel zurückziehen, um sich auf ihr B2B-Geschäft zu konzentrieren. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Genehmigungen der Kartell- und Aufsichtsbehörden.

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Bildquelle: Versatel.de | Autor: RS

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