Rund 20 Prozent der Android-Applikationen stellen ein Datenschutzrisiko dar. Diese Apps ermöglichen Dritten den Zugang zu sensiblen beziehungsweise privaten Informationen der Nutzer, wie ein Bericht des auf mobile Sicherheit spezialisierten Unternehmens SMobile Systems zeigt. Einige der Anwendungen wurden entdeckt, die sogar eigenständig Anrufe tätigen und SMS versenden können, ohne dass der Handybesitzer irgendetwas dazu beiträgt.
Fünf Prozent der Apps können Anrufe zu jeder Nummer machen und zwei Prozent sind SMS-fähig. Die eigenmächtigen App-Aktivitäten sind naturgemäß zumeist mit hohen Kosten für die Betroffenen verbunden. Viele Anwendungen verschaffen sich darüber hinaus Zugriff auf sensible Daten, wie dies Spyware-Programme machen. Ausgeforscht werden sowohl E-Mail-Adressen und SMS als auch Informationen zu Anrufen und Aufenthaltsort des Nutzers, erklärt Dan Hoffman, Chief Technology Officer von SMobile Systems.
Entwickler schwer zu überprüfen
"Nur weil etwas von einer vertrauten Quelle wie dem Android Market oder dem Apple App Store kommt, heißt das nicht, dass man davon ausgehen kann, dass die Anwendungen frei von Maleware sind oder es einen angemessenen Prüfungsvorgang gibt", so Hoffman weiter. Oft fehlt es an Möglichkeiten, die Reputation des App-Entwicklers nachzuprüfen. Viele nutzen Pseudonyme oder stellen keine Information zu Unternehmenswebseiten zur Verfügung.
Die Thematik wird auch von Datenschützern bereits verfolgt. "Wir sehen natürlich, welche Warnungen hier von den Sicherheitsfirmen kommen und dass sich Probleme auftun. Aufgrund der Menge an Apps, die laufend neu hinzukommen, hat sich hier allerdings eine sehr unübersichtliche Menge an Anwendungen gehäuft", so Marit Hansen, stellvertretende Landesbeauftragte beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein. Es sei aktuell schwierig, diese Menge zu überblicken.
Für den Nutzer sei es oft eine Art Glücksspiel, nicht die "falsche" App zu erwischen. "Hundertprozentig sicher gehen kann man im Augenblick nie. Es empfiehlt sich aber, auf möglichst vertrauenswürdige Quellen zurückzugreifen und zu schauen, von wie vielen Leuten eine App schon genutzt wird oder welche Bewertungen es dazu gibt", so Hansen. weiterlesen...
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schliesslich könnten potentiell ängstliche kunden ja dann im anschluss direkt den weg zur angebotenen software gehen...:)
scheiss marketing
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