Trotz medialen Fehlstarts rund um die WeTab-Präsentation und Lieferschwierigkeiten zeigt sich der Berliner Tablet-Anbieter Neofonie zuversichtlich, die geweckten Erwartungen erfüllen zu können. Auf dem Mobility Summit in Wien war Neofonie-CEO Helmut Hoffer von Ankershoffen aber auch um Bescheidenheit bemüht: "Das WeTab ist kein iPad-Killer. Es ist vielmehr eine flexible und kostengünstige Alternative zum ebenfalls großartigen iPad."
Beide Geräte würden wie auch andere im Markt zu erwartende Tablets ihre Zielgruppen finden und somit auch ihre Berechtigung haben. Während das iPad von Apple ein reines Lifestyle-Produkt sei, biete das WeTab USB-Schnittstellen, Flash-Support und eine offene Plattform.
"Anders als im Smartphone-Bereich werden die Computerhersteller nicht drei Jahre warten, um ihre eigene Alternative zum iPad auf den Markt zu bringen", so Hoffer von Ankershoffen. "Für uns als kleines deutsches Unternehmen war es daher umso wichtiger, bereits so früh die Aufmerksamkeit auf unsere Entwicklung zu lenken."
Dass das Gerät bei der Erstpräsentation Mitte April aufgrund von Problemen mit dem Zoll mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows 7 statt mit der vorgesehenen Linux-Plattform ausgestattet war, sei sicherlich ein Fehler gewesen, so der Neofonie-CEO. Denn das auf Linux- und Android-Basis aufgesetzte WeTab OS sei auch schon zum damaligen Zeitpunkt voll funktionsfähig auf einem früheren Prototypen im Einsatz gewesen. "Die unreflektierte Darstellung vieler Medien, dass es sich beim WeTab um ein Fantasieprodukt handle, hat jeglicher Grundlage entbehrt", so Hoffer von Ankershoffen.
Die aktuelle Kritik, das WeTab werde mit einigen nicht entfernbaren Werbewidgets ausgestattet, sieht der Neofonie-CEO gelassen. Dabei handle es sich um einige wenige Widgets, die flexibel vom User auf der Benutzeroberfläche angeordnet werden könnten. "In jeder iPad-Applikation, aber auch in jeder Zeitung, jedem Magazin und auf Facebook findet sich heute Werbung. Dadurch kann der Verkaufspreis für das Gerät so niedrig gehalten werden", sagte Hoffer von Ankershoffen. weiterlesen...
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