Frau telefoniert

Warteschleifen: Firmen zocken Kunden bei Telefon-Hotlines ab

Debitel und Alice sind Spitzenreiter

vom 05.05.2010 (4)

Warteschleifen bei Telefon-Hotlines verursachen häufig ungeahnt hohe Kosten. Trotz politischer Debatten um ein Verbot scheinen sich viele Konzerne keine Gedanken um verbraucherfreundliche Hotlines zu machen. Zu diesem Fazit kommt eine Erhebung der grünen Bundestagsfraktion, bei der 700 Testanrufe bei 40 Unternehmen getätigt wurden, die teure 0180- und 0900-Nummern verwenden.

Erst nach etlichen Minuten meldeten sich viele Firmen. Im Extremfall kann dies den Anrufer 22 Euro kosten. "Obwohl Handlungsbedarf besteht, braucht das Gesetzgebungsverfahren seine Zeit. Trotzdem ist darauf zu verwiesen, dass bei 0900-Nummern bereits die technischen Voraussetzungen für kostenfreie Warteschleifen aus dem Festnetz gegeben sind", so Lina Ehrig, Referentin Telekommunikation, Post und Medien bei der Verbraucherzentrale Bundesverband. Nun müssten auch die technischen Voraussetzungen bei 0180-Nummern geschaffen werden. Dies gelte für beide Nummern auch für Anrufe, die vom Handy erfolgen.

Im Zuge der Analyse der Unternehmen hingen die Testanrufer über anderthalb Minuten in der Schleife. Spitzenreiter waren dabei Debitel und Alice mit Wartezeiten von drei bis sechs Minuten. Bei der DAK, Miele und der Deutschen Telekom war die Verbindung mit einem Berater indes in nur weniger Sekunden hergestellt. Die überlangen Warteschleifen lassen die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bärbel Höhn, bereits mutmaßen, dass diese "bei vielen Unternehmen zum Geschäftsmodell gehören". Ein Verbot sei sinnvoll.

Während 0180-Nummern in der Regel 0,14 Euro je Minute kosten, schlagen 0900-Nummern mit deutlich höheren Minutenpreisen bis zu drei Euro zu Buche. Neben einigen Mobilfunk-Anbietern fielen besonders negativ erneut vor allem Billigflieger wie Ryanair oder easyJet auf. 1&1 sowie O2 als die besonders schwarzen Schafe der ersten Erhebung dieser Art vom Dezember 2009 sollen ihre teuren Hotlines eigenen Angaben nach inzwischen umgestellt haben. Die Daten kommen nicht von ungefähr. Am Donnerstag wird der Bundestag über einen grünen Antrag zur gesetzlichen Regelung von kostenfreien Warteschleifen abstimmen. (pte)

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Bildquelle: T-Mobile | Autor: CB (Originalautor: Florian Fügemann)

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07.05.2010, 12:09 Uhr
Jaegi
Kann man so nicht veralgemeinern.

Beispiel:
a) debitel: Gleiche/ähnliche Tarife wie orginal Netzbetreiber + keine kostenlose Hotline
b) O2: günstige Konditionen + kostenlose Hotline ;)

06.05.2010, 9:34 Uhr
goelzi23 [Gast]
das problem ist weniger der preis der hotline denke ich sondern die durchschnittliche wartezeit bis man einen an der strippe hat und die kosten die dann enstehen. und bei 1&1 wundert mich eh nix mehr. 0900 nimmt kein dsl anbieter ausser die. und preislich liegen viele auf gleichem level
06.05.2010, 9:14 Uhr
Gast [Gast]
Hallo, Ihr könnt nicht Alles haben. Die Grundgebühr ist bei diesen Anbietern, z.B. 1&1 viel billiger wie bei der Konkurenz.
Die Telekom kostet monatlich mehr, bietet dafür aber eine kostenlose Hotline.
Erst Nachdenken dann meckern.
06.05.2010, 8:09 Uhr
cvp
Ist richtig so! Wer regt sich nicht auf? dauernd warten und hoffen das ein Komponentiger Berater dran ist, und meist ist so das man mehre male Anrufen muss um eine Erfolgreiche Lösungen bekommt.
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