Das US-Softwareunternehmen Adobe will seine Flash-Anwendung für das iPhone nicht weiterentwickeln. Dies teilte Mike Chambers, Flash-Produktmanager von Adobe, in seinem Blog mit. Dadurch gibt sich Adobe im Machtkampf gegen Apple-Chef Steve Jobs endgültig geschlagen. Adobe empfiehlt allen Entwicklern mit der bereits verfügbaren Betaversion von Flash keine weiteren Apps mehr zu erstellen, da Apple diese aus dem iTunes Store entfernen könnte.
Chambers rechtfertigt diese Entscheidung mit Apples Änderung der Entwicklungsbedingungen für iPhone und iPad, die unter anderem die Exportfunktion von Flash-Anwendungen auf die iPhone-Plattform untersagt. In den aktualisierten Lizenzbedingungen für das neue iPhone OS 4.0 schränkt Apple die Nutzung bestimmter Technologien ein. "Ich denke, dass das geschlossene System, das Apple erschaffen möchte, für die Industrie, die Entwickler und die Endverbraucher schlecht ist, und das ist nichts, das ich aktiv fördern möchte", so Chambers.
Stattdessen setzt Adobe nun auf Googles Betriebssystem Android. Die beiden Unternehmen würden eng zusammenarbeiten, um eine Unterstützung des Flash Player 10.1 und der Adobe Integrated Runtime (AIR) 2.0 für Android-Geräte zu ermöglichen.
Dass Apple von Adobe Flash nicht viel hält, ist seit dem iPhone bekannt. Steve Jobs bezeichnete Flash als durchsetzt mit "Sicherheitslöchern". Insgesamt sieht Jobs Flash als veraltete Technologie in einer Liga mit anderen Systemen, auf die User dank Apple verzichten wie beispielsweise Floppy-Laufwerke. Ein Verzicht auf Flash sei letztendlich trivial.
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Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Du kaufst dir einen Audi mit Multimedia-Anlage. Nur Audi verbietet den Käufern das FM-Radio zu nutzen, weil sie sagen "Radio nutzt doch eh keiner mehr. Zudem ist die Qualität viel zu schlecht und auch im Empfang hakt es. Die Zukunft liegt in digitalen Speichermedien!"
Nichts anderes hat Apple gemacht. Sie stellen sich über die Käufer und sagen, das niemand mehr Flash nutzen will, weil die Zukunft in HTML5 liegt. Das ist grundsätzlich erstmal richtig, aber es ist dennoch vermessen zu behaupten, keiner der Kunden würde Flash nutzen wollen. Da sprechen die 7 Million Support-Anfragen, welche Adobe im Dezember allein für Flash im iPhone bekommen hat, aber eine ganz andere Sprache. ;)