Die Präsentation des deutschen iPad-Konkurrenten "WePad" war enttäuschend: Das am Montagabend vor Dutzenden von Journalisten vorgestellte Gerät des Berliner Unternehmens Neofonie erwies sich bei näherer Betrachtung eher als Mogelpackung. So entpuppte sich das auf dem WePad befindliche Tablet-Betriebssystem als Video-Endlosschleife, die über den Windows Media Player abgespielt wurde. Eigentlich war Linux angekündigt worden.
Windows-Fehlermeldung als Spielverderber
Der Hinweis auf eine für wenige Sekunden sichtbare Windows-Fehlermeldung, die den Publicity-Trick verriet, verbreitete sich denn auch schnell via Twitter & Co. Im Laufe des Dienstags kehrte sich das enorme mediale Interesse schließlich in Negativ-PR um. Während das "Handelsblatt" nun von einem "WePad-Fake" spricht, fühlen sich etwa die "Financial Times" oder n-tv schlichtweg von den WePad-Machern rund um das Unternehmen Neofonie "veräppelt".
"Ein derartiges Gerät muss bei der öffentlichen Vorstellung, noch dazu vor etablierten Medien, in glaubhafter Weise funktionieren", sagte Markenexperte Markus Hübner, Geschäftsführer der Marketingagentur Brandflow. "Denn sonst schlägt die enorme Erwartungshaltung leicht in negative Publicity um, was die Marke und das Produkt-Image nachhaltig beschädigen kann."
Negativ-PR nur schwer auszubügeln
Dass die Hersteller auf den aktuellen Apple-iPad-Hype aufspringen und ein Gerät ankündigen, das neben dem Linux-basierten Betriebssystem auch Flash-Videos abspielen und mit integrierten USB-Ports ausgestattet werden soll, sei ein vielversprechender Ansatz, so Hübner. Mit der verfrühten Präsentation ohne funktionstüchtigen Prototypen habe man die Trümpfe nun aber allesamt verspielt. "Der einzige Ausweg aus diesem PR-Dilemma wäre, wenn die Hersteller zeitnah mit einem tatsächlich fertigen bzw. funktionierenden Gerät aufwarten könnten", prognostizierte der Experte.
Mittlerweile dürfte sich der WePad-Hersteller Neofonie, der das Gerät zusammen mit dem Unternehmen 4Tiitoo entwickelt, der schiefen Optik bewusst geworden sein. So kündigte Neofonie-CEO Hoffer von Ankershoffen in einem Facebook-Posting an, einem ausgewählten IT-Journalisten bereits in wenigen Wochen einen funktionierenden Prototypen zum Testen zur Verfügung zu stellen.
Vorverkauf ab Ende April
Der Vorverkaufsstart des WePad ist für den 27. April vorgesehen, erste Geräte sollen dann im Juli ausgeliefert werden. Wie bei Apples iPad sind sowohl eine reine WLAN-Version sowie eine WLAN+3G-Variante geplant. Erstere soll mit 16 Gigabyte Speicher 449 Euro kosten. Das 3G-fähige Modell mit 32 Gigabyte Speicher und GPS wird um 569 Euro zu haben sein, sofern sich die Ankündigungen der WePad-Macher bestätigen. (pte)
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"Flexus One HD": Der neue Google Tablet PC (Quelle: tmobnews.com / T-Mobile)
1:0 für das iPad. Dieses läuft bereits und ist erprobt.
Das WePad egistiert nur auf dem Papier oder wird mit sehr schlecht
vorbereiteten Präsentationen dargestellt.
Ich hatte mir mehr erwartet und hoffe bis zum Schluß.
Jetzt muß eine 120% Steigerung bei NEOFONIE einkehren.
Zitat:
Das iPad ist auch ein amerikanisches sondern weitgehend chinesisches Produkt
Nun, das WePad soll von der Asus-Tochter Pegatron gefertigt werden, welche ihren Sitz in Taiwan hat (was auch die Sache mit dem Verzug am Zoll erklären würde). Ist das nun besser oder schlechter? :)
windows isn reinfall.
eventuell hätte man seitens Neofonie einfach das video über ein linuxsystem im vollbild abspielen können (weil stabiler als windows) um sowas zu vermeiden.
aber über das WePad oder dessen Qualität sagt das ja mal garnix aus.