Handys sollen mit besseren Kontrollmöglichkeiten für Eltern ausgestattet werden, damit Kinder keinen Zugriff auf für sie ungeeignete Webseiten haben. Das fordern britische Jugendschutzexperten wie die Psychologin Tanya Byron, die auch als Regierungsberaterin beschäftigt ist. Byron will vor allem die Industrie stärker in die Pflicht nehmen, berichtet BBC Online.
Laut der Expertin soll sich die Branche auf einen Verhaltenskodex einigen, um zu zeigen, dass "sichere Räume" für Kinder im Web geschaffen werden. Byron wünscht sich einheitliche Standards, an denen sich Eltern orientieren können. In einem Bericht hat die Psychologin das Thema Internetsicherheit für Kinder genauer unter die Lupe genommen und will diesen in Kürze auch britischen Ministern vorlegen.
Die Psychologin Byron sagt zwar, dass Großbritannien gut gehandelt habe, indem eine gemeinsame Behörde von Industrie, karitativen Organisationen und Regierung eingerichtet wurde. Es müssten jedoch noch viel mehr Maßnahmen ergriffen werden. Neben der Forderung, dass Handyhersteller die Kontrolloptionen für Eltern verbessern sollen, hält Byron auch Melde-Buttons für gefährdende Inhalte auf Webseiten für eine mögliche Schutzmaßnahme.
"Die Industrie muss im Bereich des mobilen Web für den Jugendschutz sicherlich noch mehr tun und die Schutzmaßnahmen verbessern", meint Thomas Günter, Justiziar bei Jugendschutz.net. Es sei wünschenswert, dass Handys für Kinder in einer sicheren Grundkonfiguration ausgeliefert würden. "Das mobile Internet ist auf dem Vormarsch, damit steigen auch die Jugendschutzrisiken. Es sollte altersdifferenzierte Zugänge zum Internet auf dem Handy geben", so Günter weiter. (pte)
Weitere Informationen zu diesem Thema:
Kommentar schreiben