Erst vor zwei Tagen hatte Apple den taiwanesischen Hersteller HTC wegen Patentverletzungen in 20 Fällen sowohl vor der amerikanischen Handelsaufsichtsbehörde als auch beim Bezirksgericht des US-Bundesstaates Delaware angeklagt. Gestern dann, einen Tag später, nahm HTC zu den Vorwürfen Stellung und wies sämtliche Unterstellungen zurück. Nun hat auch Google seine Stimme in die Waagschale geworfen und sich zu HTC bekannt.
So ließ der Suchmaschinenriese heute verlauten, dass "wir zwar von der Anklage nicht direkt betroffen sind, jedoch sowohl hinter unserem Android-Betriebssystem als auch den Kooperationspartnern stehen, die bei der Entwicklung mitgeholfen haben". Man darf also gespannt sein, inwieweit Google einem seiner wichtigsten Smartphone-Hersteller beispringt. Klar scheint, dass Apple mit der Klage nicht nur HTC, sondern auch Google selbst treffen wollte.
Apple-Chef Steve Jobs verkündete in einer Pressemitteilung, dass man der Konkurrenz entweder beim Stehlen zuschauen oder etwas dagegen unternehmen könne. Apple habe sich dazu entschieden etwas zu unternehmen. Wettbewerb sei zwar gesund, aber die Konkurrenz solle ihre eigene Technologie entwickeln.
Die Kalifornier führen bereits einen Prozess gegen Nokia. Auch dem weltgrößten Handyhersteller wirft Apple Patentrechtsverletzungen vor. Im Januar diesen Jahres forderte das Unternehmen sogar ein US-Importverbot für Nokia-Handys. Auch Nokia sieht insgesamt sieben seiner Patente verletzt, und zwar in praktisch allen Handys, portablen Musikplayern und Computern von Apple. Gestern nun hat ein US-Bundesgericht entschieden, dass die Verhandlung in dem Patentstreit unterbrochen wird. Die beiden Konzerne sollten ihre Vorwürfe erst vor der internationalen Handelskommission klären, bevor man fortfahren könne.
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Ist doch affig... A zahlt Patentgebühren an B und B wiederum an A weil jeder beim anderen "Klaut"