Dauergespräche mit dem Handy in Gegenwart von Babys und Kleinkindern sind nicht gut für deren Sprachentwicklung. Dies schreibt die Züricher Lernforscherin und Psychologie-Professorin Elsbeth Stern in einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Eltern". Kinder brauchten für den Spracherwerb nicht nur die Sprache, sie brauchten vor allem den Sprecher, der sich ihnen aufmerksam zuwende, sagte die Expertin der Zeitung.
Untersuchungen würden belegen, dass Kinder nur im direkten Kontakt mit Menschen deren Worte nachplappern und ihre Formulierungen übernehmen. Wenn Kinder dagegen einen Großteil ihres Tages mit Sprache beschallt werden, ohne in die Gespräche einbezogen zu werden, würde ihre Neugierde auf Sprache erlischen, bevor sie richtig sprechen können. Stern rät Eltern, die gemeinsame Zeit mit ihrem Kind zu nutzen, um in Worte zu fassen, was es sieht und interessiert - und das Mobiltelefon auch mal abzuschalten.
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