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Vier Millionen Euro Schaden durch gefakte Flirt-SMS

Landgericht Braunschweig verhandelt neuen Fall von SMS-Abzocke

Mann schreibt SMS

Kostenpflichtige SMS-Dienste sorgen immer wieder zu Betrügereien. Partnersuchende Singles scheinen besonders vielversprechende Opfer für die Abzocke per SMS zu sein. Das Landgericht Braunschweig verhandelt jetzt einen Fall, in dem ein 30-jähriger Mann aus dem Harz einen Schaden von rund vier Millionen Euro durch gefakte Flirt-SMS verursacht haben soll.

Die Masche ist nicht unbekannt: Der Angeklagte soll den Handy-Nutzern vorgetäuscht haben, dass diese per SMS Kontakt zu anderen Singles erhalten könnten. Für jede versendete SMS wurden 1,99 Euro berechnet. Natürlich erhielten die Nutzer des Dienstes auch eine Antwort. Eben nur nicht von anderen Singles sondern von bezahlten Mitarbeitern des Angeklagten. Über 190.000 Nutzer sollen von dem Mann betrogen worden sein, der Gesamtschaden würde 3,8 Millionen Euro betragen. Zum Auftakt des Prozesses soll der Angeklagte gesagt haben, dass er sich keiner Schuld bewusst sei, sich aber an der Behebung des entstandenen Schadens beteiligen wollen würde.

Bildquelle: Fotograf: boing | Photocase.de (http://photocase.de/de/photodetail.asp?i=118017) | Autor: CB
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Kommentare

04.02.2010, 14:21 Uhr
Budi [Gast]
"sind die Nutzer damit nicht auch selber Schuld"

Kommt drauf an. Wenn die Nutzer wissen (oder anhand der Nummer eindeutig sehen können), dass es sich um teure Servicenummern handelt, kann man schon sagen: Selber schuld.
Aber oft ist es eben nicht ersichtlich, und wenn man zurückschreibt, um einfach nur zu fragen, wer da am anderen Ende sitzt, ist es schon zu spät...
04.02.2010, 13:45 Uhr
inside-handy.de
Immer wieder fallen tausende Menschen auf betrügerische SMS-Dienste rein - ist es nicht offensichtlich, dass solche Flirt-SMS gefaked sind (wie Anrufe bei einer Sex-Hotline) und sind es die Nutzer damit nicht auch selber Schuld, wenn ihnen dadurch so hohe Kosten entstehen?
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