Der Mobilfunkmarkt in Deutschland wächst weiter. 78 Prozent der Deutschen besitzen laut einer Studie von TNS Infratest im Auftrag der E-Plus Gruppe mindestens einen Mobilfunkvertrag. Dies ist ein Plus von drei Prozent im Vergleich zu 2008. Ein Teil des Wachstums ist auf die steigende Zahl mobiler Breitband-Surfer zurückzuführen. Ihr Anteil an den Mobilfunknutzern legte in den vergangenen zwei Jahren um vier auf 13 Prozent zu.
Um die Mobilfunkkosten zu reduzieren, wählte in den vergangenen 24 Monaten jeder fünfte Mobiltelefonierer einen neuen Anbieter oder Tarif. Ganz oben in der Gunst der Kunden stehen Flatrate-Angebote. Bei Sprachtarifen ziehen 62 Prozent der Mobilfunknutzer (plus sechs Prozent gegenüber 2009) Flatrates alternativen Modellen vor. Beim mobilen Surfen gilt dies sogar für 70 Prozent der Handybesitzer, was einem Plus von drei Prozent gegenüber 2009 entspricht.
Auch die Discount-Anbieter werden für immer mehr Verbraucher interessant. 31 Prozent könnten sich vorstellen, für niedrigere Mobilfunkkosten zu einem Discounter zu wechseln. Im vergangenen Jahr waren es nur 26 Prozent.
Neben dem Telefonieren rangiert der SMS-Versand weiter oben auf der Hitliste der Handynutzer. 84 Prozent versenden oder empfangen Kurzmitteilungen - ein Zuwachs von drei Prozent gegenüber 2009. Gestiegen ist auch die Zahl der Menschen, die ihr Mobiltelefon für Internet-Anwendungen nutzen. 13 Prozent surften schon einmal vom Handy aus; im vergangenen Jahr waren es nur sieben Prozent. Zehn Prozent nutzten es bereits zum E-Mailen, was einem Plus von zwei Prozent gegenüber 2009 entspricht.
Die Festnetztelefonie bleibt dagegen weiter unter Druck. Stabil groß ist die Zahl derjenigen, die ein Leben ohne Festnetzanschluss erwägen. Jeder dritte Handybesitzer (30 Prozent) kann sich vorstellen, ausschließlich mobil zu telefonieren.
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