Das Motorola Droid sticht Konkurrenten wie Googles Nexus One oder Apples iPhone 3GS aus - zumindest, was den Wert der Hardware-Einzelteile betrifft. Das Marktforschungsunternehmen iSuppli hat das Gerät zerlegt und dabei ermittelt, dass sich die Kosten für die einzelnen Hardware-Komponenten auf 179,11 US-Dollar belaufen. Das sind rund 125 Euro. Die Teile von Nexus One und iPhone 3GS dagegen kosten laut iSuppli 174,15 respektive 172,46 US-Dollar.
Die teuerste Einzelkomponente des Droid ist die mit dem Gerät gelieferte MicroSD-Speicherkarte, die von iSuppli mit 35 Dollar veranschlagt wird. Damit wären die 16 Gigabyte auswechselbarer Flash-Speicher um fast die Hälfte teuerer als das beim iPhone fest verbaute, gleich große Speichermodul.
Laut iSuppli setzt das Droid im Kampf gegen die Konkurrenz auf Hardware-Features, die von anderen "iPhone-Killern" bekannt sind: Slider-Tastatur, Fünf-Megapixel-Kamera, einen austauschbaren Akku sowie erweiterbaren Speicher. Motorola versuche aufzugreifen, was es als Mängel am iPhone erachtet, meint Andrew Rassweiler, Chef-Analyst bei iSuppli. Allerdings sieht er den Schlüssel zum Erfolg eher in Googles Android-Software und in der Usability des iPhones.
Bei der Hardware hat das Droid das iSuppli-Team jedenfalls überrascht. Die genutzte Kamera-Autofokus-Technologie sei den Analysten bisher nicht untergekommen. Sie vermuten, dass die Lösung auf wärmegesteuerte Bimetallstreifen anstelle der üblichen Schwingspulen setzt. Interessant seien auch zwei Silizium-Mikrofone, die wohl der Rauschunterdrückung dienen. (pte)
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