iPhone wird militärisch eingesetzt

iPhone mit Army-App "One Force Tracker"

US-Rüstungskonzern hat eine App speziell fürs Militär entwickelt

vom 17.12.2009, 14:33 (4)

Das iPhone ist nun auch kriegstauglich. Am Mittwoch wurde im Rahmen des 2009 Intelligence Warfighting Summit in Tucson die iPhone-Applikation "One Force Tracker" des US-Rüstungskonzerns Raytheon vorgestellt, die speziell dem militärischen Einsatz dienen soll. Außerdem sollen auch Berufsgruppen wie Polizei, Feuerwehr oder Rettungskräfte die Army-App One Force Tracker nutzen können.

Wie die "New York Times" berichtet, kann die App One Force Tracker Freund und Feind orten und Positionen in Echtzeit anzeigen. Außerdem bietet sie Echtzeit-Landkarten und eine sichere Übertragungsmöglichkeit. Laut J. Smart, technologischer Leiter im Bereich "Intelligence and Information Systems" bei Raytheon, funktioniert die App auf jedem Standard-iPhone reibungslos.

Umgekehrter Weg

Dass das Militär eine Technologie aus dem Konsumentenbereich aufgreift, ist eher ungewöhnlich. Normalerweise verläuft der Weg in die andere Richtung und technologische Neuerungen entstehen zuerst im militärischen Bereich und erreichen dann erst den Konsumentenmarkt.

Doch hier will sich das Militär nun offenbar etwas von den Soft- und Hardware-Konzepten auf dem Konsumentenmarkt abschauen und die Vorteile von Social Media zunutze machen. So können mit One Force Tracker auch Seiten wie Facebook eingesetzt werden, um Soldaten untereinander zu vernetzen und darüber zu kommunizieren. Landkarten mit Zusatzinformationen sind ebenfalls eine Funktionen, die jedem Durchschnittsuser zum Beispiel von Google Maps längst bekannt und vertraut sind.

Spezifikationen für Militäreinsatz

Wenngleich die Applikation One Force Tracker mit jedem beliebigen iPhone nutzbar ist, will Raytheon dennoch einige spezifische Änderungen für den Militäreinsatz vornehmen, so Smart. Ein Manko des Apple Smartphones ist beispielsweise der Umstand, dass immer nur eine Anwendung laufen kann. Anders als bei Android- oder Palm-Geräten können nicht gleichzeitig mehrere Funktionen in Betrieb sein. Das allerdings dürfte im Ernstfall eine wichtige Voraussetzung sein, etwa wenn gleichzeitig GPS und die Aussendung der eigenen Position laufen sollen.

Web 2.0 kein Fremdwort

Web-2.0-Anwendungen sind beim Militär längst kein Fremdwort mehr. Twitter, Facebook und Co. werden bereits auf unterschiedliche Weise eingesetzt. So setzt insbesondere das US-Militär auf derlei Plattformen und hat in diesem Jahr spezielle Twitter- und Facebook-Kanäle eingeführt, über die die Soldaten direkt aus Afghanistan Informationen verbreiten.

Einer offenen und glaubwürdigen Informationspolitik wird laut Klaus-Uwe Tautges auch bei der Bundeswehr ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt. "Die oben genannten Webdienste werden aber derzeit nicht für spezielle Kommunikationszwecke genutzt", stellt der Fregattenkapitän und Koordinator für die Zentrale Truppeninformation beim Bundesministerium der Verteidigung fest. (pte)

Bildquelle: Apple | Autor: Nils Pernsot (Originalautor: Claudia Zettel )
News bewerten:
 

Weitere Informationen zu diesem Thema:



Kommentare Kommentar schreiben

19.12.2009, 14:50 Uhr
[Gast]
Na das soll ja wohl eher "Pseudo" Armisten und Gotcha Liebhaber ansprechen was? Obwohl sich die Funktionen für zivile Einsatzkräfte durchaus interessant anhören.. aber ich möchte mal wissen in welchem Kampfgebiet noch Mobilfunk funktioniert, dass würde man doch als erstes lahmlegen.. also echt Quatsch und nur was für die Publicity der Army...

18.12.2009, 9:27 Uhr
haha [Gast]
ABSOLUT LÄCHERLICH!!!!!!!!!!!!
17.12.2009, 18:01 Uhr
Neo
...liest sich wie ein gaaaaanz schlechter science-fiction roman.
17.12.2009, 14:23 Uhr
inside-handy.de
"One Force Tracker" soll das Militär unterstützen. Kann das iPhone tatsächliche eine Hilfe im Krieg sein?
 kommentieren

VERWANDTE NEWS

Allgemeine Mobilfunkthemen

Kommentare: 0

04.12.2012

Aufsatz macht iPhone zu 3D-Scanner

alle News ansehen