Im Jahr 2009 sollen laut Hochrechnungen des Marktforschungsinstituts "Gartner" auf dem globalen Handy-Markt rund 1,214 Milliarden Handys verkauft werden. Vor allem durch den stärkeren Absatz in den westeuropäischen Märkten und durch eine Erhöhung der Handy-Verkäufe über den sogenannten grauen Markt wurden die Absatzzahlen dem Bericht zufolge angetrieben.
Im Vergleich zu 2008 wird der Gesamtumsatz demnach nur um 0,67 Prozent sinken. Das Unternehmen passt damit seine Marktanalyse an deutlich positivere Zahlen an: Bislang war Gartner von einem Rückgang des weltweiten Handy-Absatzes von 3,7 Prozent im Jahr 2009 ausgegangen. Für 2010 kündigt Gartner vergleichsweise goldene Zeiten für den Handy-Markt an. Um satte neun Prozent soll dem Marktforschungsinstitut zufolge der Handy-Markt im Vergleich zu 2009 anziehen.
Der graue Markt
"Der gaue Markt wurde von den chinesischen Herstellern erzeugt, die nicht über eine Lizenz für die Herstellung verfügen und den Verkauf von Geräten ohne gültige International Mobile Equipment Identity (IMEI) betreiben. Mittlerweile ist der der graue Markt kein neues Phänomen mehr, allerdings wird der Umsatz im grauen Markt längst nicht mehr nur in China gemacht", sagt Carolina Milanesi, Forschungs-Direktorin bei Gartner. "Alle Hersteller müssen mit Teilnehmern konkurrieren, die ihre Geräte auf dem grauen Markt absetzen. Dies bezieht sich vor allem auf die aufstrebenden Märkte in Asien, Osteuropa, dem Nahen Osten und Lateinamerika. Vor allem Nokia wird von dem grauen Markt getroffen."
Austauschzyklus 2012 wieder normal
Laut Gartner haben die weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen die Kaufkraft der Benutzer eingeschränkt und den Austauschzyklus der Geräte in entwickelten Märtken von zwölf auf 18 Monate ausgedehnt. Da jedoch die Welt bereits begonnen hat, sich von der Krise zu erholen, erwartet das Marktforschungsunternehmen in rund zwei Jahren den normalen Verkaufszyklus zurück. Die Erwartung stützt sich dabei vor allem auf die Einführung von mehr Smartphones und eine aggressivere Preispolitik. Gartner stellt außerdem fest, dass sich Second-Hand-Verkäufe in den Schwellenländern im Jahr 2010 stabilisieren und 2011 zurückgehen werden.
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