Samsung hat heute in London offiziell sein kürzlich angekündigtes Betriebssystem Bada für Smartphones vorgestellt. Damit bietet das Elektronikunternehmen jetzt nach Google ebenfalls ein Open Source-System an, das Softwareentwickler aus aller Welt animieren soll, Applikationen zu entwickeln. Viel verriet Samsung indes noch nicht, jedoch lässt sich ein Schwerpunkt bereits ausmachen: Gaming.
Das neue Open Source-Betriebssystem Bada steht unter dem Motto "Smartphones for everyone" und ist dementsprechend nicht speziell auf Business-Nutzer ausgelegt. Wie die Unterstützung von Unternehmen wie Konami, EA, Gameloft, Twitter und dem Filmverleih Blockbuster vermuten lässt, setzt Samsung vor allem auf Gaming, Soziale Netzwerke und Multimedia. Neben Multitouch- wird Bada auch 3D-Grafiken unterstützen.
Bada, das auf TouchWiz UI basiert, soll im ersten Halbjahr 2010 veröffentlicht werden, die ersten Geräte, auf denen das Sytem vorinstalliert ist, kündigte Samsung für das zweite Quartal des kommenden Jahres an. Bislang konnten diese jedoch nur auf Bildern einer Präsentation und nicht live bestaunt werden.
Damit viele Applikationen mit den Features der neuen OS-Plattform entwickelt werden, veranstaltet Samsung einen Wettbewerb für Softwareentwickler, bei dem diese Gewinne von insgesamt 2.700.000 US-Dollar einstreichen können.
Trotz des neuen Betriebssystems will Samsung auch künftig nicht auf andere Systeme wie Android oder Windows Mobile verzichten, so Justin Hong, Chefentwickler von Bada. Ob Bada in Zukunft auch für andere Hersteller zur Verfügung stehen wird, würde laut Hong derzeit jedoch nicht feststehen.
Weitere Informationen zu diesem Thema:
Samsung präsentiert in London sein neue OpenSource-Betriebssystem "Bada"
Screenshots des neuen Betriebssystems Samsung Bada
Bildquelle: bada.com, bada.com | Autor: CSC
Zitat:
Damit bietet das Elektronikunternehmen jetzt nach Google und Apple ebenfalls ein Open Source-System an
Wenn ich jetzt richtig lesen kann, steht da, das nun Samsung genau wie Apple und Google ein OpenSourceSystem anbieten wollen.
Was Apple aber ja glaube ich gar nicht tut ?!
Ich hätte eher noch mehr in Richtung Android Geräte entwickelt,man sieht es am Droid/Milestone wie schnell man 1Mio.Geräte verkaufen kann.
Open Source (Google Android): Jeder kann den Quellcode zu Adroid einsehen und es entwickeln viele E...[mehr]xperten an dem Betriebssystem mit, das ist das Grundprinzip von Open Source. Die Idee daran ist, dass viele geschulte Augen mehr sehen und so eine sehr komplizierte Software nahezu perfekt codiert werden kann – einfach dadurch, dass viele Fehler und Sicherheitslücken durch die häufige Kontrolle überhaupt erst gesehen werden können. Generell wird hier eher die Gefahr gesehen, dass durch die Offenheit des Quellcodes Fehler von Hackern gesehen und ausgenutzt werden können.
Closed Source (Iphone OS): Niemand kann den Quellcode vom Iphone direkt einsehen, außer Apple selbst. Ebenso arbeitet auch nur die Firma selbst an ihrem Produkt. Dies hat zur Folge, dass die Software generell mehr Fehler und Sicherheitslücken enthalten kann. Der große Vorteil ist aber: Diese Sicherheitslücken sind schwerer zu entschlüsseln, da die Software erst einmal per Reverse Engineering analysiert werden muss. Dabei werden diverse Eingaben gemacht, die die Software zum Absturz bringen sollen, um so Fehler zu entschlüsseln.