Zwei Menschen beim SMS schreiben

Studie: Jugend spioniert Partner per Handy aus

Jeder vierte 14- bis 24-Jährige kontrolliert SMS des Liebsten

vom 07.12.2009 (5)

Via Handy können Beziehungspartner heute nicht nur jederzeit in Kontakt bleiben, die Mobiltelefone eröffnen ihnen auch völlig neue Möglichkeiten, den geliebten Menschen ohne sein Wissen auszuspionieren. Dass vor allem die technikbegeisterte jüngere Generation zunehmend Gebrauch von derartigen Spionagetricks macht, beweist eine aktuelle Untersuchung, die das US-Musiksendernetzwerk MTV gemeinsam mit Associated Press durchgeführt hat.

Den Ergebnissen der repräsentativen Befragung von insgesamt 1.247 US-amerikanischen Jugendlichen zufolge soll statistisch gesehen mittlerweile bereits rund jeder Vierte schon mindestens einmal das Handy seines Freundes oder seiner Freundin dazu verwendet haben, um ohne Wissen und Einwilligung des Beziehungspartners dessen Textnachrichten zu kontrollieren.

Fehlendes Vertrauen als Grundproblem

"Grundproblem für das Ausspionieren des eigenen Beziehungspartners ist fehlendes Vertrauen. Diese Problematik hat es zwar immer schon gegeben, durch neue Kommunikationstechnologien wie Internet und Handy haben sich aber in dieser Hinsicht viele völlig neuartige Kontrollmöglichkeiten aufgetan", erklärt Torsten Milsch, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Betreiber des Online-Beratungsportals Beziehungsdoc.de.

Ein übersteigertes Kontrollbedürfnis und Eifersucht seien immer auch Ausdruck für mangelndes Selbstvertrauen. "Dies betrifft vor allem die jüngere Generation, die mit Web und Handy in einer Zeit aufwachsen, in der die Möglichkeiten für Lug und Betrug in einer Beziehung größer sind als jemals zuvor. Hinzu kommt der Umstand, dass den Menschen im Internetzeitalter derart viele Chancen geboten werden, den idealen Partner zu finden, dass der aktuelle Gegenüber praktisch permanent in Angst leben muss, ersetzt zu werden", erläutert Milsch.

Aufklärungskampagne "A Thin Line"

Ausgangspunkt für die aktuell zu Tage geförderten Erkenntnisse ist eine Forschungsarbeit zum Thema "Digital Abuse", die sich unter anderem mit dem Phänomen "Sexting", dem Aufnehmen und Verschicken von Nacktfotos über das Mobiltelefon, auseinander setzt. Um vor allem die jüngeren Nutzer besser über Risiken und Gefahren aufzuklären, die durch die rasante Verbreitung des Internets und den technologischen Fortschritt auf dem Mobilfunksektor entstanden sind, hat MTV kürzlich die Aufklärungskampagne "A Thin Line" gestartet. (pte)

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Bildquelle: sxc.hu | Autor: CSC (Originalautor: Markus Steiner )

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11.12.2009, 18:57 Uhr
ROFL

Zitat:
früher gab es eine einfache handyfinder funktion bei o2. handy in den den kofferraum gepackt und geguckt, wo sie den hinfährt ;-) Aber ausser supermarkt, arbeit und beste freundin war nix.

Der ist klasse ;-)

08.12.2009, 9:57 Uhr
goelzi [Gast]
durch die neuen medien ist auch das fremdgehen einfacher. 2.handy fürs fremdgehen und ab gehts. auch soziale netzwerke. dadurch auch der gesteigerte kontrollzwang. spreche da aus erfahrung. sollte sich aber ab einer gewissen"reife" wieder legen
07.12.2009, 19:54 Uhr
juani89 [Gast]
Als wäre das neu, eine reportage darüber gab es auch, der heutige partner ist eifersüchtig was meistens auch verständlich ist.
07.12.2009, 16:11 Uhr
Neo
früher gab es eine einfache handyfinder funktion bei o2. handy in den den kofferraum gepackt und geguckt, wo sie den hinfährt ;-) Aber ausser supermarkt, arbeit und beste freundin war nix.
07.12.2009, 15:19 Uhr
inside-handy.de
Jeder vierte 14- bis 24-Jährige kontrolliert SMS des Liebsten. Haben Sie schon mal Ihren Partner ausspioniert?
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