Spracherkennung soll das SMS schreiben erleichtern

SMS per Spracherkennung verfassen

Nuance startet Kooperation mit Netzbetreibern

vom 26.11.2009 (6)

Im Mobilfunk sieht Nuance-Generalmanager Michael-Maria Bommer ein großes Potential für die automatische Spracherkennung. So seien Softwarelösungen seines Unternehmens zur Handysteuerung bereits auf rund vier Milliarden Endgeräten vorinstalliert. Das klassische SMS schreiben, das über Texterkennungssoftware und QWERTZ-Tastaturen bereits entscheidend erleichtert wurde, soll damit auf eine neue Stufe gehoben werden.

"Qualität, Komfort, Sicherheit"

"In diesem Jahr werden weltweit 1,1 Milliarden Handys ausgeliefert. Auf 880 Millionen Geräten ist Nuance-Technologie im Betriebssystem integriert. Insgesamt gibt es für die mobile Kommunikation zur Zeit die innovativsten und prägendsten Entwicklungen", so Bommer. Als Beispiel nennt der Nuance-Chef das Diktieren von SMS. "Man spricht eine Botschaft ins Handy, die von dort an unseren Server geschickt, transkribiert und innerhalb von einer Sekunde als Text zurückgeschickt wird. Die Qualität, der Komfort und die Sicherheit, die mit diesem System etwa während der Autofahrt erzielt wird, ist enorm", sagte Bommer auf der Fachkonferenz "Conversations" in München. Davon sind auch andere Branchenexperten überzeugt.

Spracherkennung umgeht umständliche Beschränkungen

"Wer Textnachrichten auf dem Handy verfassen will, muss immer noch viele Beschränkungen hinnehmen. Am Format der Endgeräte wird sich nicht viel ändern. Die Tastatur in unterschiedlichen Variationen ist für viele Menschen einfach zu klein. Sprachsteuerung wird sich hier über kurz oder lang durchsetzen - nicht nur beim Schreiben von Kurznachrichten, sondern auch bei Suchfunktionen", prognostiziert Peter Weilmuenster, Vorstandschef des ITK-Dienstleisters Bitronic.

Einfache Handhabung

Eine Beta-Software von Nuance konnte in ersten Tests auf verschiedenen Geräten vom Nokia bis zum Blackberry bereits durchaus überzeugen. "Ein Tastendruck startet das System, man sagt beispielsweise "SMS an Klaus Müller auf dem Handy". Die Software identifiziert den zugehörigen Eintrag im Telefonbuch des Geräts und bereitet das SMS-Formular vor", berichten die Tester in der "Frankfuter Allgemeine Zeitung" (FAZ). weiterlesen...

 

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Bildquelle: sxc.hu | Autor: NP (Originalautor: Gunnar Sohn )

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26.11.2009, 12:07 Uhr
crossmonaut [Gast]
Das wird ja immer bunter!
Jetzt TELEFONIERE ich mit einem Computer, der für mich einen Text erstellt, damit ich den dann viel zu teuer versenden kann?

26.11.2009, 11:16 Uhr
DIDA [Gast]
SMS waren eh von Anfang an nur ein Abfallprodukt. Wir Deutschen sind so ziemlich die letzten die Simsen. Alle anderen nutzen schon längst E-Mails.
26.11.2009, 10:56 Uhr
XxCartmanxX
Ich stell mir gerade vor, wie die Abkürzungsgeneration nur die Buchstaben aufsagt

"I ko he et sp. hdgdl" ^^
26.11.2009, 10:20 Uhr
rikeson
Vor allem wird man dann erkennen, welch kümmerlicher Informationsgehalt in eine SMS passt. 160 Zeichen sind halt nicht viel. Ich habe schon SMS erhalten, die nur aus Abkürzungen bestand. In Zeiten der Smartphones mit mobiler E-Mail, sehe ich für die SMS - auch bei funktionierender Spracherkennen - keine wirkliche Zukunft. Es sei denn die Mobilfunkb...[mehr]etreiber einigen sich auf eine max. Zeichenlänge von 1000 Zeichen. Dann lohnt eine SMS wieder.
160 Zeichen waren zum Beginn der Mobiltelefonie angemessen. Das Eintippen (ohne T9 oder voller Tastatur) war müßig. Heutzutage geht das alles recht flott. Wenn die SMS nicht weiterentwickelt wird, wird sie sterben und ein sehr rentables Produkt wegfallen.
26.11.2009, 9:31 Uhr
XxCartmanxX
Wenn das genauso gut funktioniert wie die Spracheingabe bei den Navis, wird es lustig ^^ Und wenn die SMS zurückkommt, sollte man die schon nachmal gegenlesen, ob das Transkribieren überhaupt gescheit funktioniert hat. Was soll daran komfortabel sein?
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