In Deutschland streng verboten, in den USA erlaubt: Viele Auto- und Lastwagenfahrer schreiben und lesen SMS am Steuer ihres Fahrzeugs. Nach einer aufsehenerregenden Studie zur Gefährlichkeit dieser ablenkenden Nebenbeschäftigung haben mehrere US-Senatoren eine Initiative für ein SMS-Verbot am Steuer gestartet. Präsident Barack Obama hat sich nun an die Spitze dieser Bewegung gesetzt.
Kurznachrichten am Steuer künftig tabu
Angestellte und Beamte der US-Bundesregierung dürfen ab sofort im Dienst keine SMS mehr am Steuer lesen oder schreiben. Eine entsprechende Anordnung wurde von Obama in dieser Woche unterzeichnet. Auch die Busfahrer der in den USA beliebten Überlandlinien sowie LKW-Fahrer auf Fernstraßen sind von diesem Verbot eingeschlossen. Verkehrsminister Ray H. LaHood bezeichnet das Verbot als "klares Signal" an die Bevölkerung.
SMS gefährlicher als Telefonate
Parallel zu diesen Maßnahmen der Regierung bereitet eine Gruppe von Senatoren ein Gesetz vor, das SMS-Schreiben am Steuer für alle Bürger verbieten soll. Hintergrund der Initiative ist eine Studie, die einen Zusammenhang zwischen SMS-Nachrichten am Steuer und Unfällen nachweist: Wer als Fahrer SMS schreibt oder liest, erhöht nach Angaben der Wissenschaftler das Unfallrisiko um Faktor 23. Durch die längere Ablenkung seien SMS sogar deutlich gefährlicher als Telefonate am Steuer.
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