Soll bald auch für Handystrahlung unüberwindbar sein

USA: Störsender nach deutschem Vorbild geplant

Senats-Abstimmung noch in diesem Herbst

vom 29.09.2009 (0)

In der Justizvollzugsanstalt Offenburg herrscht seit Ende August funkstille. Damit ist die JVA Offenburg bundesweit das erste Gefängnis, in dem der Mobilfunkverkehr durch den Einsatz von Störsendern unterdrückt wird. In den USA, die immerhin ein Prozent der Bevölkerung hinter schwedischen Gardinen verschlossen hält, überlegt der Senat jetzt dem deutschen Modell nachzueifern.

Fünf Jahre für Handynutzung

Die amerikanischen Gefängnis-Wärter zeigen sich immer besorgter über den Gebrauch von Handys in den Gefängnissen. Dieser ist zwar auch in den USA untersagt und der Gebrauch von Handys ist mit einer minimalen Freiheitsstrafe von fünf Jahren belegt, allerdings gelingt es den Insassen immer wieder neben Drogen und Waffen auch Handys in des Gefängnis zu schmuggeln oder schmuggeln zu lassen.

Wider dem Knast-Talk

Die Wärter befürchten, dass auch das Handy zu einer wirkungsvollen Waffe werden könnte, um illegale Geschäfte im Knast aufzuziehen oder den Ausbruch zu planen. Daher soll der Knast-Talk jetzt wie an der JVA Offenburg durch einen Störsender unterbunden werden. Ein Gesetzentwurf könnte noch in diesem Herbst vor dem Senat zur Abstimmung kommen.

Widerstand aus der Mobilfunkbranche

Allerdings macht die Mobilfunkbranche Druck, die befürchtet, dass legale Gespräche und schlimmstenfalls Notrufe durch den Störsender ebenfalls unterbrochen werden könnten. Es könnte also noch etwas dauern, bis es in den USA Störsender in Gefängnissen gibt. So lange wollen einige Staaten offenbar nicht warten.

Erdnussbutter gegen Hunde

Einige Gefängnisse nutzen Scanner, die zum Beispiel im Stuhl versteckt sind, um Handys aufzuspüren. Andere haben ihre Snack-Automaten entfernt, da sich dort zwischen Chips und Schokolade immer öfter auch Handys befanden. In Virginia und New Jersey kommen zudem Hunde zum Einsatz, die extra dazu ausgebildet worden Handys aufzuspüren. Gegen die Tricks einiger Schmuggler, die Handys im eigenen Körper oder Erdnussbutter zu verstecken, sind aber auch die Hunde machtlos.

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Bildquelle: photocase.de | Autor: NP

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