Jim Balsillie

RIM: Patentstreit verhagelt gutes Quartalsergebnis

Umsatz ist gestiegen, Ergebnisse blieben aber unter den Erwartungen

vom 25.09.2009 (0)

Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) hat seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2010 (bis 29. August) bekannt gegeben - die fielen ganz ordentlich aus, blieben jedoch unter den Erwartungen der Analysten. So konnte RIM seinen Umsatz deutlich steigern, der Gewinn sank jedoch aufgrund eines Patentstreits im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Umsatz gestiegen, Überschuss durch Patentstreit gesunken

RIM steigerte den Erlös um 37 Prozent auf 3,53 Milliarden Dollar, der Überschuss fiel um vier Prozent von 495,55 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 475,62 Millionen Dollar. Ausschlaggebend hierfür war vor allem eine Sonderbelastung in Höhe von 112,8 Millionen Dollar, die RIM für die Beilegung des Patentrechtsstreits mit der Firma Visto Corportation aufwenden musste.

3,8 Millionen Neukunden, 8,3 Millionen verkaufte Blackberrys

RIM steigerte im zweiten Fiskalquartal seine Kundenzahl durch 3,8 Millionen neue Abonnenten für die Blackberry-Dienste auf nun insgesamt 32 Millionen. Absetzen konnte der Smartphone-Hersteller 8,3 Millionen Geräte.

Unter den Analysten-Erwartungen

So gut diese Zahlen auch klingen mögen, Analysten hatten mehr erwartet. Die prognostizierten einen Umsatz in Höhe von 3,62 Milliarden Dollar, rund vier Millionen neue Kunden sowie 8,5 bis 8,6 Millionen verkaufte Blackberrys. Auch für das laufende Quartal liegen die Erwartungen über denen von RIM.

RIM-Chef zufrieden: Verkaufszahlen werden langfristig "explodieren"

Dennoch ist RIM-CEO Jim Balsillie zufrieden. Der sprach am gestrigen Donnerstag in Waterloo von einem "starken zweiten Quartal mit einer hervorragenden finanziellen Entwicklung". Außerdem würden die Geräte und mobilen Anwendungen seines Unternehmens eine immer größere Käuferschicht ansprechen. RIM sei aber darauf vorbereitet, sich mehr auf den Massenmarkt auszurichten, so Balsillie. Damit sei der Hersteller in einer aussichtsreichen Position.

Prognose für das dritte Vierteljahr

Für das laufende dritte Fiskalquartal, das am 28. November endet, rechnet RIM mit einem Umsatz zwischen 3,6 und 3,85 Milliarden Dollar. Das wäre gegenüber dem dritten Quartal 2009 ein Plus von 39 Prozent. Außerdem will das Unternehmen zwischen 4 und 4,3 Millionen neue Vertragskunden an sich binden und den Profit um bis zu 57 Prozent auf 1 bis 1,08 Dollar pro Aktie steigern - abzüglich der Sonderbelastung lag der dieses Quartal bei 1,03 Dollar je Aktie.

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Bildquelle: Rim | Autor: OS

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