Das niederländische Telekommunikationsunternehmen KPN möchte seine deutsche Mobilfunktochter E-Plus weiter stärken. Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) kündigte KPN-Chef Ad Scheepbouwer einen harten Bieterwettkampf um die neuen Mobilfunkfrequenzen an, die im kommenden Frühjahr versteigert werden sollen. Ziel sei es, in eine Position zu kommen, aus der E-Plus mit T-Mobile und Vodafone konkurrieren könne.
Digitale Dividende
Im Sommer hatten die Rundfunkanstalten die nicht genutzten Rundfunk-Frequenzen freigegeben, welche für die Mobilfunkanbieter vor allem für den Ausbau von Netzen für mobile Datendienste interessant ist.
Milliardeninvestitionen geplant
KPN habe jedoch keine Angst vor der finanzstarken Konkurrenz wie Vodafone, der Deutschen Telekom und Telefónica den Kürzeren zu ziehen. Man habe viele Milliarden Euro investiert, um E-Plus zu kaufen, das Netz auszubauen und sei nun bereit, viele weitere Milliarden in ein besseres Netz zu investieren. Scheepbouwer bemängelt jedoch die Verteilung des Spektrums und plädiert für mehr Chancengleichheit unter den Netzbetreibern - Vodafone und T-Mobile würden im vorhinein bevorteilt indem ihnen mit 20 Megahertz doppelt soviel Spektrum zugesprochen würde wie E-Plus oder O2.
Datendienste im Fokus
Sollte E-Plus bei der Auktion leer ausgehen, würde es schwierig für E-Plus werden. Die Kunden würden Smartphones und mobiles Internet wollen - dafür müsse man jetzt die Voraussetzungen schaffen. Im Zweifel würde man nach der Auktion auch über eine Netzkooperation mit O2 diskutieren, so Scheepbouwer zu der FAZ.
Weitere Informationen zu diesem Thema:
Samsung hat auf dem Unpacked-Event am 03. Mai 2012 in London das Galaxy S3 vorgestellt. Hier erste Bilder im Hands-On:
Nokia entwickelt Mobiltelefone für Wachstumsmärkte
Nokia Lumia 920 PureView: Wie ein Nachfolger des Lumia 900 mit PureView-Technik aussehen könnte, zeigt ein Konzept des Designers Jonas Dahnert.
Kommentar schreiben