Matthias Kurth, Chef der Bundesnetzagentur fordert die Mobilfunkunternehmen dazu auf, enger miteinander zu kooperieren. Im Gespräch mit der Zeitung "Handelsblatt" erklärte er, die Zeit sei aufgrund des steigenden Kostendrucks reif, künftig nicht nur Mobilfunkmasten, sondern auch Software zu teilen.
Regeln für Zusammenarbeit
Kurth teilte mit, an Regeln zu arbeiten, nach denen die Netzbetreiber ihre Technik gemeinsam nutzen könnten. Während sie bislang nur Mobilfunkmasten und Antennen gemeinsam nutzen, sollen sie künftig auch die aktive Infrastruktur wie Software und Technik für den Gesprächsaufbau miteinander teilen.
Kein Wettbewerb auf dem Land
Die Regeln, die die künftige Kooperation festlegen könnten, sind Teil des Designs für die größte Auktion von neuen Mobilfunkfrequenzen, die für Anfang 2010 geplant ist. Das Ziel: Auch auf dem Land sollen über den Mobilfunk schnelle Internetverbindungen angeboten werden können. Und genau hier will Kurth nicht auf Wettbewerb, sondern auf Kooperationen setzen.
Erste Interessensbekundungen
Allerdings weiß der Chef der Bundesnetzagentur, dass die Unternehmen nicht zu einer Kooperation gezwungen werden können, die Regeln für eine Zusammenarbeit stellten lediglich ein Angebot dar. Und dafür gibt es schon erste Interessenten: Die Telekom zeigte sich "Grundsätzlich offen für neue Lösungsvorschläge."
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Das klingt für mich wie der Aufruf zur Kartellbildung^^