Internet über Smartphones

Hohe Kosten halten Handy-Besitzer von mobilem Internet ab

Power-User besitzen meist ein Smartphone

vom 12.08.2009 (4)

Durch die zunehmende Anzahl an Smartphones wird auch die Nutzung des Internets via Mobiltelefon immer komfortabler. Parallel entstehen attraktive, intelligente Dienste für Internet-Handys. Eine neue Chance für den wahren Durchbruch der mobilen Online-Nutzung scheint sich aufzutun. Das Marktpotential hierfür ist durchaus beachtlich, so die Ergebnisse der Studie "Das mobile Internet" der Marktforscher von Fittkau & Maaß Consulting.

Mobiles Internet in der Nebenrolle

So besitzen unter den deutschen Internet-Nutzern 44 Prozent ein eigenes Handy mit Internet-Zugang, zwölf Prozent sogar ein Smartphone. Dennoch spielt die Online-Nutzung via Mobiltelefon für viele Handybesitzer nur eine Nebenrolle. Während das Senden und Empfangen von SMS-Nachrichten für rund zwei Drittel zum Handy-Alltag gehört, zählt zum Kreis der Personen, die sich mindestens einmal pro Woche per Mobiltelefon ins Netz einwählen, nur jeder vierte Internet-Nutzer.

Nicht-Nutzer schwer zu überzeugen

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kreis der aktiven Nutzer des mobilen Internets in naher Zukunft nennenswert wächst, ist nach den Ergebnissen gering. Von den Besitzern internetfähiger Mobiltelefone, die bislang noch nicht via Handy ins Netz gegangen sind, wollen nur fünf Prozent im kommenden Halbjahr mit der mobilen Online-Nutzung beginnen. Die deutliche Mehrheit unter ihnen (60 Prozent) will auch zukünftig nicht mobil im Internet surfen.


Zu hohe Kosten und mangelnder Komfort

Das Hauptargument, nicht via Handy ins Internet zu gehen, ist aus der Nutzerperspektive das Thema Kosten. Die meisten (über 70 Prozent) fürchten zu hohe Gebühren, die bei der mobilen Online-Nutzung anfallen könnten. Auch die Benutzerfreundlichkeit lässt aus Sicht der Anwender noch immer zu wünschen übrig: Von vielen (44 Prozent) wird die unkomfortable Bedienbarkeit von Internet-Seiten per Mobiletelefon bemängelt.

Power-User

Unbeeindruckt von den wahrgenommenen Hürden bei der mobilen Internet-Nutzung zeigen sich die Besitzer von Smartphones. Smartphones sind meist im Besitz gutverdienender Internet-Nutzer, die in leitenden Positionen tätig sind. Für sie stellen zum einen die Kosten kein Problem dar, zum anderen ist die Bedienerfreundlichkeit der Smartphones den durchschnittlichen Internet-Handys weit überlegen. Die Konsequenz: Während unter den Besitzern "normaler" Internet-Handys nicht einmal jeder Fünfte täglich mobil ins Internet geht, tut dies unter den Smartphone-Eigentümern jeder Dritte.

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Quelle: Fittkau & Maaß Consulting |Bildquelle: pixelio.de, Kigoo Images | Autor: CB

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13.08.2009, 14:45 Uhr
high67
Ich benutze mein N95-8GB schon lange mit einer 9,95 Euro/Monat Internetflatrate. Damit empfange ich automatisch meine Emails,kann im Zug auf dem Weg zur Arbeit und zurück alle (Nachrichten-)Seiten lesen. Das finde ich alles andere als teuer und vor allem sehr komfortabel !

Oder reden wir hier von der Möglichkeit,das Handy als Modem für ein Noteb...[mehr]ook zu nutzen ?
Dabei sind die Datentarife zugegebenermaßen noch ziemlich teuer.


13.08.2009, 13:58 Uhr
1akira2
Die Anbieter scheinen hier noch die Abzockmentalität zu haben. Verkaufen dabei aber am Umsatz vorbei. Gute Tarife würden sich rumsprechen und auch genutzt werden.

Warum werden in den USA soviel E-Mails vom Handy aus geschrieben weil es die viel bessere Lösung ist. Aber in Deutschland fast nicht möglich.Dann verkaufen so anbieter wie T-Mobile noch...[mehr] Internetoptionen in denen drin steht E-mail Client nutzung ausgeschlossen. Was soll das warum soll ich geld bezahlen wenn ich nicht mal meine E-Mails abrufen kann über Pop3 oder imap.. was für ein unsinn. Verkaufen wollen sie es alle aber für den Kunden gut und tranzparent zu machen schafft keiner.
12.08.2009, 17:51 Uhr
pelzige_Milchblume
Sehr schwierig ist es einfach abzuschätzen, wie viel man schon verbraucht hat. Das führt dann zu hohe Kosten - aber da ist auch das Telefonieren teuer. Immerhin kommen die echt hohen Rechnungen normalerweise nur zu Stande, wenn man über seine Freiminuten und FreiSMS gekommen ist - die Minute 20 c oder so... Frag mal den 0815 Nutzer wie viele MB er ...[mehr]im Monat nur durch einfaches Surfen im Internet verbraucht - kann dir keiner wirklich sagen..
12.08.2009, 17:25 Uhr
Karlchen
Kein Wunder das der normale Kunde extrem Hohe kosten durch die Nutzung des mobilen Internets fürchtet. Wie ich meine auch zurecht.
Daran sind zu 1.000 % die Netzbetreiber schuld.
Wenn man einen 24 Monats Vertrag hat und keine Datenoption gebucht hat, zahlt man meines wissens 20 € pro MB !!!! Selbst eine WAP Seite mit 50 kB würde da einen Euro koste...[mehr]n !!!!
Es ging und geht ja ständig die Warnung durch die Medien nicht das mobile Internet zu benutzen, da dort sehr sehr hohe kosten anfallen. Was ja auch stimmt. Tja und das erstmal aus den Köpfen der normalen Kunden raus zu bekommen ist halt sehr sehr schwierig.
Das haben sich die Provider selber zu zu schreiben, das der normal Kunde nicht ins Internet geht.

Ich kann bis heute nicht verstehen das die Datenpreise ohne Datentarif (also ca. 20 € pro MB) nicht als Wucher verboten wurden. Denn schon für 10 € bekommt man eine Datenoption mit 100 - 300 MB (je nach Provider), sprich man zahlt also zwischen ca. 3 ,3 und 10 Cent je MB bzw. es gibt Flatrates für 25 €. Da soll mir mal einer erklären wieso man ohne Option 20 € pro MB zahlen muß. Für mich absoluter Wucher !
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