Rechtsstreit

Update Kündigung wegen Handyaufladung zurückgenommen

Arbeitgeber lenkt trotz Stromdiebstahl ein

vom 05.08.2009, 17:00 (0)

Wie das Arbeitsgericht Oberhausen heute mitteilte, hat der Arbeitgeber, der seinem Arbeitnehmer wegen Stromdiebstahls fristlos gekündigt hatte, die Kündigung jetzt zurück genommen. Der 52-jährige, dem das Aufladen seines Handys am Arbeitsplatz zum Verhängnis zu werden drohte, darf seinen Job nun doch behalten.

Arbeitnehmer wertete Handyaufladung als Stromdiebstahl

Dem Arbeitnehmer wurde von seinem Arbeitgeber vorgeworfen sein Mobiltelefon regelmäßig im Betrieb aufgeladen zu haben. Hierfür soll er es eigens an einer versteckten Stelle platziert haben. Zudem habe er trotz eines entsprechenden Verbots Fotos von seinem Arbeitsplatz gemacht. Für den Arbeitgeber war dies bereits der Grund für eine außerordentliche fristlose Kündigung.

Grund für plötzlichen Sinneswandel ist unbekannt

Diese nahm er jetzt jedoch zurück. Wie es zu dem plötzlichen Sinneswandel kam, ist nicht bekannt. Anfängliche Versuche des Gerichts, das Verfahren zu umgehen waren fehlgeschlagen. Eine Weiterbeschäftigung des Angestellten unter der Bedingung, dass er künftig die Regeln einhält, lehnte der Arbeitgeber zunächst ab. Der Arbeitnehmer ließ die Klage fallen und wird laut Medienberichten seine Arbeit noch an diesem Donnerstag wieder aufnehmen.

Bildquelle: pixelio.de / Gerd Altmann | Autor: Claudia Schäfer
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