Rechtsstreit

Fristlose Kündigung wegen Handyaufladung am Arbeitsplatz

Fall wir im Oktober 2009 verhandelt

vom 04.08.2009, 10:04 (15)

Mit einer besonders langen Akkulaufzeit können sich die Hersteller von neuen, funktionsreichen Mobiltelefonen nur selten brüsten. Der Gang zur Steckdose gehört für die meisten Handybesitzer inzwischen zum Alltag. Nicht selten wird dazu auch die Steckdose am Arbeitsplatz genutzt. Dieser "Stromdiebstahl" kann den Arbeitnehmer jedoch denn Arbeitsplatz kosten, wie ein aktueller Fall des Arbeitsgerichtes Oberhausen zeigt.

Außerordentliche fristlose Kündigung

Dem Arbeitnehmer wird von seinem Arbeitgeber vorgeworfen sein Mobiltelefon regelmäßig im Betrieb aufgeladen zu haben. Hierfür soll er es eigens an einer versteckten Stelle platziert haben. Zudem habe er trotz eines entsprechenden Verbots Fotos von seinem Arbeitsplatz gemacht. Für den Arbeitgeber war dies bereits der Grund für eine außerordentliche fristlose Kündigung.

Arbeitgeber wollte keine Einigung

Das Arbeitsgericht Oberhausen prüft nun die Wirksamkeit dieser Kündigung. Zuvor hatte das Gericht versucht, das Verfahren zu umgehen und eine Weiterbeschäfigung des Angestellten unter der Bedingung, dass er künftig die Regeln einhält, vorgeschlagen. Der Arbeitgeber lehnte jedoch ab. Die Verhandlung findet nun am 29.Oktober statt.

Bildquelle: pixelio.de / Gerd Altmann | Autor: Caroline Bornhold
News bewerten:
 

Kommentare Kommentar schreiben

05.08.2009, 23:09 Uhr
tynnes
Die 0,014 Cent waren natürlich albern.
Aber die Sache mit dem Foto finde ich schon seltsam. Das Fotografierverbot dürfte ja bekannt gewesen sein. Irgendwie recht leichtsinnig.

05.08.2009, 18:38 Uhr
Alfge
Echt er arbeitet da wieder. Das ist ja krass.
Hätte nich gedacht das ein "Happy End" gibt. ^^
05.08.2009, 18:08 Uhr
Jackal
Soeben in den Nachrichten. Die Höhe des Strom"klaus" beläuft sich auf 0,014 Cent. Sollte sich der Arbeitgeber aber bestohlen fühlen, hat er das Recht, eine fristlose Kündigung vorzulegen, wobei auch viele Stimmen der Meinung sind, dass der Bogen überspannt worden ist. Ende der Geschichte: Der Arbeitgeber hat den Mitarbeiter wieder eingestellt! :)
05.08.2009, 14:14 Uhr
Alfge
Ja das stimmt.
Endweder macht er seine arbeit dann schlecht oder seine arbeit ist dann nie mehr gut genug.
05.08.2009, 13:38 Uhr
rikeson
Wenn uns allen hier schon klar ist, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer loswerden will, dann verstehe ich nicht, warum das Gericht einen Weg der Einigung finden (erzwingen) will. Das ist doch eh nur noch ein aufgesetztes Miteinander zwischen den beiden. Fruchtbar wird es wohl für keinen mehr werden. Wer als Arbeitnehmer um seinen Arbeitsplatz pe...[mehr]r Gericht kämpfen muss, der hat bestimmt auch nicht mehr so eine unbefangene Motivation und wird von den Arbeitsleistungen eher hinten anstehen. Naja und Mobbing und Krankheit usw. ... solche Weitsicht sollte ein Arbeitsgericht schon haben.
 kommentieren

VERWANDTE NEWS

alle News ansehen