Europäische Kommission spricht sich gegen Handysteuer aus

EU-Kommission verwirft umstrittene Handysteuer

Ursprünglich sollten Steuern bis zu 14 Prozent erhoben werden

vom 03.07.2009 (3)

Das Vorhaben hatte im Februar dieses Jahres für einigen Aufruhr gesorgt: Die EU-Kommission beschloss im Dezember 2008, Handys mit Zusatzfunktionen wie Kamera, Fernsehempfänger oder GPS mit einem Importzoll von bis zu 14 Prozent belegen. Nun hat allerdings die schwedische EU-Ratspräsidentschaft als eine der ersten Handlungen die umstrittene Handysteuer verworfen.

Unnötige Verteuerung

Die meisten der insgesamt 27 EU-Mitgliedsstaaten sprachen sich gegen die Importzölle aus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Europas führende Handyhersteller, unter anderem Nokia und Sony Ericsson, die zusammen jedes zweite Handy weltweit produzieren, hatten gemeinsam mit den skandinavischen Mitgliedsstaaten schon vorher gegen die Steuer protestiert. "Nokia ist sehr erfreut, dass die Kommission sich gegen die Importzölle ausgesprochen hat und die Ungewissheit nun vom Tisch ist", so ein Nokia-Sprecher.

Hintergrund

Laut dem Entwurf der EU-Kommission sollten Handys mit Einfuhrzöllen belegt werden, wenn eine der folgenden Komponenten in die Geräte eingebaut ist: Digitalkamera mit einem optischen Zoom, Navigationsmodul mit GPS oder ein TV-Empfänger in Verbindung mit einer Bildschirmdiagonale ab neun Zentimeter. Ebenfalls betroffen gewesen wären Handys, die Videos aufzeichnen können und dafür mehr als 16 Gigabyte Speicherplatz bereitstellen.

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Bildquelle: photocase.de | Autor: OS

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03.07.2009, 11:39 Uhr
kingpint
Wenn diese Zölle nicht auf Handys erhoben werden, müssten dann nicht auch im Umkehrschluss für Geräte wie Fernseher, Kameras oder Navi-Geräte die Zölle abgeschafft werden?
Mich freut es zwar, dass der Zoll an der Stelle nicht zuschlägt, aber wirklich gerecht ist es nicht...

03.07.2009, 11:37 Uhr
OSI
Also wer sich solche Einfuhr- zölle / -schikanen ausdenkt, dem kan doch entweder nur furchtbar Langweilig sein, oder er ist daran interesiert den Wirtschaftsraum EU nachhaltig zu schädigen. Es erinnert Irgendwie auch an die Monopolisten wie GEZ oder den Schornsteinfeger, die in Deutschland ja nunmal die Lizenz zum Gelddrucken haben. Ganz getreu dem...[mehr] Motto "Es Lebe der Kapitalismus" wird hier doch Versucht dem EU-Bürger auf Teufel komm raus das Geld aus der Tasche zu ziehen..... :cursing:
03.07.2009, 10:33 Uhr
inside-handy.de
Dass gerade Sony Ericsson und Nokia sich freuen, ist verständlich, wären doch vor allem ihre High-End-Smartphones von den horrenden Steuern betroffen gewesen. Im Kontext der derzeitigen Krise kann es aber nur richtig sein, Verbraucher nicht mit zusätzlichen Kosten zu belasten und so die Telekommunikationsbranche zu schwächen.
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