Bei der geplanten Übernahme des insolventen kanadischen Netzausrüsters Nortel durch Nokia Siemens Networks (NSN) drohen Komplikationen. Die Gläubiger von Nortel sollen einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge Einwände gegen die Übernahmepläne haben. In Deutschland ist T-Mobile indirket von der Nortel-Insolvenz betroffen, sieht die strategische Weiterentwicklung des Netzes jedoch nicht in Gefahr.
Gelassenheit bei T-Mobile
T-Mobile-Pressesprecher Dirk Wende erklärte gegenüber inside-handy.de, dass man bei der Entwicklung von NGMN (Next Generation Mobile Network) mit verschiedenen Partnern zusammenarbeite: "Die Entwicklung um den Ausrüster Nortel und die mögliche Übernahme von Teilen des Unternehmens durch NSN hat keinen Einfluss auf unsere strategischen Planungen." Nortel galt bis zur Insolvenz beim LTE-Ausbau von T-Mobile in Deutschland als wichtiger Partner für die Netzwerktechnik.
Mitarbeiter- und Technologietransfer
Laut dem Reuters-Bericht haben Gläubiger und Zulieferer von Nortel Einwände gegen die Übernahme durch NSN erhoben, da das Gemeinschaftsunternehmen durch Beschränkungen im laufenden Bieterverfahren bevorzugt worden sei. NSN könnte mit der Nortel-Übernahme seinen Einfluss auf den nordamerkanischen Markt ausbauen. 2.500 Mitarbeiter sowie strategisch wichtige CDMA- und LTE-Technologien würden von NSN übernommen.
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