Der PDA- und Smartphone-Hersteller Palm hat auch sein viertes Geschäftsquartal mit Verlusten abgeschlossen. Die Quartalszahlen fielen zwar weniger schlecht aus als von Experten vermutet; dennoch lag der Nettoverlust bei 105 Millionen US-Dollar nach einem Verlust von 43 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Alle Hoffnungen des US-Herstellers richten sich nun auf sein neues Smartphone Pre, das in einer Liga mit dem iPhone spielen soll.
Umsatzeinbruch von 70 Prozent
Der Umsatz von Palm fiel im Ende Mai abgelaufenden Fiskalquartal um 70 Prozent auf 87 Millionen Dollar - resümiert man das gesamte Geschäftsjahr 2008/2009, so hat Palm 753 Millionen Dollar an Verlusten eingefahren; der Gesamtumsatz brach um 45 Prozent auf 736 Millionen Dollar ein.
Mit dem Pre wieder "offiziell im Rennen"
Der Start von Web OS und dem Palm Pre seien ein bedeutender Meilenstein für den Wandel des Konzerns, so Palm-CEO Jon Rubinstein. Man sei mit dem Verkaufsstart des Pre in den USA nun wieder offiziell im Rennen. "Wir haben einiges zu bewältigen, aber der Grundstein für eine vielversprechende Zukunft ist gelegt", so der neue Chef.
Nach Schätzungen 150.000 verkaufte Geräte
Auch wenn Rubinstein keine Verkaufszahlen hinsichtlich des Pre fallen ließ, schätzen Analysten, dass das Smartphone bislang rund 150.000 mal abgesetzt werden konnte - im Vergleich: Mitbewerber Apple verkaufte in den ersten drei Tagen rund eine Millionen iPhones der neuen Generation, allerdings in acht Ländern, während des Pre bislang nur in den USA zu haben ist - wann genau das Gerät beispielsweise in Deutschland auf den Markt kommt, ist noch nicht klar. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona versicherte eine Palm-Sprecherin gegenüber inside-handy.de jedoch, das Smartphone komme definitv noch dieses Jahr nach Deutschland.
Hintergrund
Einst stolzer Vorreiter für PDAs, verschlief Palm im Mobilfunkmarkt so gut wie jeden Trend und konnte kaum innovative oder absatzstarke Geräte auf den Markt werfen. So befindet sich der Hersteller bereits seit geraumer Zeit im Minus und verlor im Laufe der Jahre viele Marktanteile: Im vergangenen Jahr konnten 460.000 Geräte abgesetzt werden - ein Jahr zuvor waren es noch 52 Prozent mehr.
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Auf ein Wunder ist allerdings nicht zu hoffen, hatten Hersteller wie Apple, HTC oder RIM doch g...[mehr]enügend Zeit, sich auf dem Markt zu positionieren. Deren Portfolio an zeitgemäßen Geräten ist zudem größer als Palms, sodass der US-Konzern trotz Pre wird kämpfen müssen.