Wohl kaum einen Tag in den letzten Jahren hat man bei Palm so sehr herbei gesehnt und gleichzeitig gefürchtet, wie diesen Samstag. Denn heute beginnt in den USA die Vermarktung des neuen Hoffnungsträgers Palm Pre über den Mobilfunkanbieter Sprint Nextel. Mit dem neuen Smartphone will der US-Hersteller endlich zurück in die Erfolgsspur.
Erfolg ist Pflicht
Für viele Experten ist klar, dass das Palm Pre so etwas wie die letzte Chance für Palm ist. Jahrelang hatte sich der Erfinder der ersten handtellergroßen Taschencomputer (PDA) auf dem Erfolg seiner Palm Pilot-Reihe offenbar ausgeruht und neue Entwicklungen verschlafen. Konkurrenz-Modellen wie iPhone, BlackberryStorm oder diversen HTC-Smartphones konnte Palm in jüngerer Vergangenheit nichts entgegensetzen. Noch im März diesen Jahres mußte das amerikanische Unternehmen eine Umsatzwarnung herausgeben, da ohne Top-Geräte auch der wirtschaftliche Erfolg ausblieb. Vielfach war zu hören, dass 2009 zum Schicksalsjahr für Palm werden könnte.
Technische Details
Das Palm Pre ist trotz des geringen Gewichtes von 135 Gramm beachtlich und vor allem konkurrenzfähig ausgestattet: Der 3,1-Zoll-Multitouch-Touchscreen kann 320x480 Pixel bei 16 Millionen Farben auflösen, UMTS inklusive HSDPA sind ebenso mit an Bord wie W-LAN, Bluetooth 2.1 EDR und GPS. Das Smartphone verfügt über acht Gigabyte internen Speicher sowie verschiedene Sensoren, wie sie inzwischen in einer Vielzahl von Konkurrenzmodellen ebenfalls verbaut werden. Eine 3-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz, eine QWERTZ-Slider-Tastatur sowie ein alle gängigen Formate unterstützender Musik-Player runden die Ausstattungsliste ab.
Web OS: Multitasking im Spielkartenformat
Die größte Innovation ist allerdings das neu entwickelte Betriebssystem Web OS. Neben der für Touchscreens optimierten Bedieneroberfläche beeindruckt die ständige Synchronisation der Daten zwischen Mobiltelefon und Online-Dienst sowie deren übersichtliche Präsentation. Dank einer "Synergy" genannten Technik ist es möglich, seine Kontakte oder Termine aus verschiedenen Quellen wie beispielsweise Facebook oder Google auf einer zentralen Oberfläche anzuzeigen. Außerdem kann das Gerät mehrere Anwendungen gleichzeitig verwalten. Angezeigt werden diese in Form von Spielkarten, zwischen denen man immer wieder wechseln kann, ohne die Anwendungen zu schließen.
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