Kai-Uwe Ricke

Telekom-Spitzelaffäre: Zumwinkel und Ricke frühzeitig informiert

Führungspersonal wusste laut Bericht 2005 bescheid

vom 16.05.2009 (0)

Neue Enthüllungen im Telekom-Spitzelskandal: Klaus Zumwinkel, ehemals Aufsichtsratsvorsitzender, und der Ex-Vorstandsvorsitzende Kai-Uwe Ricke wussten laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" offenbar viel früher über die Bespitzelungsaktionen bescheid als bisher bekannt.

Schon 2005 informiert

Laut dem Bericht geht aus Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Bonn hervor, dass Zumwinkel und Ricke bereits im Herbst 2005 von den Bespitzelungsaktionen der Konzernsicherheit gewusst haben. Die Telekom-Mitarbeiter hatten Verbindungsdaten von Mobilfunkanschlüssen illegal ausgewertet.

Zeugenaussage belastet

Belastet werden Zumwinkel und Ricke laut dem "Spiegel" durch eine Zeugenaussage des Düsseldorfer Rechtsanwalts Michael Hoffmann-Becking, der die Telekom 2005 juristisch beraten hatte. Wie das Nachrichten-Magazin berichtet, soll der Jurist mit Zumwinkel und Ricke darüber gesprochen haben, dass Verbindungsdaten verwendet worden seien, um das Aufsichtsratsmitglied Wilhelm Wegner zu bespitzeln.

Im Jahr 2000: "Kollegenhilfe" für Lufthansa

Offenbar hat die Telekom auch schon im Jahr 2000 illegalerweise Verbindunsdaten ausgewertet. Der ehemalige Leiter der Spezialabteilung KS 3 hat laut "Spiegel" in einer Vernehmung zugegeben, dass die Telekom damals in einem ähnlichen Fall der Lufthansa AG "Kollgenhilfe" geleistet habe.

News bewerten:
 
Quelle: Der Spiegel |Bildquelle: Telekom | Autor: DS

Kommentar schreiben


VERWANDTE NEWS

alle News ansehen