Der Trend zu Discount-Anbietern und die Eingriffe der Regulierungsbehörden schreinen sich für die Mobilfunkkunden in Deutschland in barer Münze auszuzahlen: Die durchschnittliche Handyrechnung ist laut einer Studie im Auftrag der EU-Kommission im vergangenen Jahr fast um die Hälfte gesunken. 17,41 Euro beträgt der Durchschnittswert für Normaltelefonierer im Jahr 2008, 2007 lag dieser Wert noch bei rund 30 Euro.
Sinkende Preise, bessere Qualität
Der aktuelle europäische Durchschnitt ist mit rund 20 Euro etwas höher als in Deutschland. Die Anzahl der Handyverträge ist von 2007 zu 2008 sowohl in Deutschland als auch EU-weit noch einmal deutlich angestiegen. Verbessert hat sich trotz sinkender Preise laut der Studie auch die Qualität des Angebots: Vor allem der Netzausbau macht sich mit einer höheren Abdeckung sowie deutlich steigenden Verbindungsgeschwindigkeiten bezahlt.
Wechsel des Anbieters attraktiver
Der Wechsel des Mobilfunkanbieters kommt der EU-Studie zufolge für immer mehr Menschen in Frage. Günstige Preise locken viele Kunden zu einem neuen Anbieter, die Mitnahme der Rufnummer wird ebenfalls deutlich häufiger genutzt. Während im EU-Durchschnitt ein Wechsel 8,5 Tage dauert, müssen Kunden in Deutschland im Schnitt lediglich drei Tage warten. Dafür ist der Wechsel in Deutschland mit durchschnittlich 20 Euro Portierungsgebühr vergleichsweise teuer: In vielen anderen EU-Staaten ist dieser Service kostenlos.
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