ITK

ITK-Branche behauptet sich in der Krise

Bitkom bestätigt Umsatzprognose für das Jahr 2009

vom 03.03.2009 (0)

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise halten sich für die Hightech-Industrie bislang in Grenzen. Das hat eine Umfrage in der ITK-Branche ergeben, die der Bitkom am Vortag der Cebit in Hannover vorgestellt hat. Danach spüren 55 Prozent der befragten Unternehmen bisher keine direkten Auswirkungen der Krise auf ihr Geschäft. Die übrigen verzeichnen weniger Umsatz oder weniger neue Aufträge als vor der Krise erwartet.

Trendwende

Laut der aktuellen Umfrage rechnen 46 Prozent der Unternehmen noch in diesem Jahr mit einer Trendwende in ihrem Sektor. 42 Prozent erwarten im Jahr 2010 eine deutliche Besserung und nur fünf Prozent erst im Jahr 2011.

Erneute Prüfung notwendig

Der Bitkom bestätigt seine Umsatzprognose für das Jahr 2009. Danach wird der deutsche Gesamtmarkt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik das Vorjahresniveau von rund 145 Milliarden Euro voraussichtlich halten. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage kündigte Bitkom-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer an, die Prognose nach Ende der Cebit und dem Abschluss des ersten Quartals erneut zu überprüfen.

Outsourcing im Trend

"Die Branche steht im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen derzeit relativ gut da", sagte Scheer. Laut Prognose wird der Umsatz mit Informationstechnik im Jahr 2009 um 1,5 Prozent auf rund 67 Milliarden Euro steigen. "Trotz der Krise dürften die IT-Ausgaben leicht zulegen", sagte Scheer. So wachse der Outsourcing-Markt gegen den Trend voraussichtlich um sieben Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Mit Outsourcing können Unternehmen IT-Aufgaben kostengünstig an externe Dienstleister auslagern und Liquidität hinzugewinnen.

Sinkende Zahlen im Telekommunikationsmarkt

Im Telekommunikationsmarkt werden die Umsätze laut Bitkom im laufenden Jahr um 1,2 Prozent auf rund 65 Milliarden Euro sinken. "Für den Umsatzrückgang in der Telekommunikation ist weniger die Wirtschaftskrise verantwortlich als vielmehr die verfehlten Markteingriffe der EU sowie der scharfe Preiswettbewerb", sagte Scheer. Im vergangenen Jahr sind die Tarife durchschnittlich um 3,3 Prozent gesunken. Mit den Datendiensten im Festnetz und im Mobilfunk gibt es aber auch hier Marktsegmente, die stark wachsen.

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Quelle: Bitkom |Bildquelle: pte | Autor: CB

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