Das Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD will auf der Computermesse Cebit eine neue Anwendung für Smartphones vorstellen, durch die "Geschichte live erlebbar" werden soll. Dabei ermöglicht die Kamera des Handys den Blick in die Vergangenheit. Das im Display angezeigte Bild einer gerade betrachteten Sehenswürdigkeit wird nahtlos mit historischen Fotografien und Erläuterungen überblendet.
Persönlicher Geschichtsführer
Herzstück dieser Anwendung ist eine vom Fraunhofer IGD neuentwickelte Technologie namens „Augmented Reality"(AR), die die Position und Blickrichtung des Nutzers per Computer Vision ermittelt und entsprechendes Fotomaterial aussucht. Auf der diesjährigen CeBIT können Besucher die Stadtentwicklung Berlins von 1870 bis 2008 an einem Modell und großformatigen Postern des Reichstags und des Brandenburger Tors erleben. „In Anbetracht des 20. Jahrestages des Mauerfalls haben wir uns entschlossen, die AR-Technologie am Beispiel Berlins zu präsentieren“, erklärt Michael Zöllner vom Fraunhofer IGD in Darmstadt. "Schon bald könnten Touristen mit AR ihren persönlichen Historienführer dabei haben, der ihnen Geschichte durch überlagertes, historisches Bildmaterial veranschaulicht."
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