In der Europäischen Union drohen Zölle für die Einfuhr hochwertiger Handys in Höhe von bis zu 14 Prozent. Davor hat der Branchenverband Bitkom gewarnt. Nach den Plänen der EU-Kommission würden Mobiltelefone künftig mit Importzöllen belegt werden, wenn sie Zusatzfunktionen wie eine leistungsstarke Kamera, ein Navigationsmodul oder einen Fernsehempfänger enthalten.
Geräte werden teurer
Derzeit sind Mobiltelefone grundsätzlich von Importzöllen befreit. Mit den Zusatzfunktionen würden sie in Zukunft aber als abgabenpflichtige Digitalkamera, Navigationsgerät oder Fernseher eingestuft. "Die Abgaben würden die Geräte massiv verteuern und die Verbreitung technischer Neuerungen bremsen", sagte Bitkom-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Zudem könnte die Einführung von Zöllen Gegenmaßnahmen der EU-Handelspartner provozieren. In dieser Woche findet ein Ausschusstreffen in Brüssel statt, bei dem Vertreter der Mitgliedsstaaten über den Vorschlag der Kommission beraten.
Mögliche zollpflichtige Komponenten
Laut dem Entwurf der EU-Kommission sollen Handys mit Einfuhrzöllen belegt werden, wenn zum Beispiel eine der folgenden Komponenten in die Geräte eingebaut ist: Digitalkamera mit einem optischen Zoom, Navigationsmodul mit GPS oder ein TV-Empfänger in Verbindung mit einer Bildschirmdiagonale ab neun Zentimeter. Ebenfalls betroffen wären Handys, die Videos aufzeichnen können und dafür mehr als 16 Gigabyte Speicherplatz bereitstellen.
Handy als zollpflichtige Unterhaltungselektronik
Die EU-Kommission betrachtet diese Geräte offiziell nicht mehr als Mobiltelefone, sondern als zollpflichtige Unterhaltungselektronik. Wird ein Handy als TV-Gerät oder Digitalkamera klassifiziert, fallen 14 Prozent Zoll an. Bei hochwertigen Handys und Smartphones, die rund 500 Euro ohne Mobilfunkvertrag kosten, wären das ca. 70 Euro zusätzlich pro Gerät. Bei einer Einstufung des Handys als Navigationsgerät beträgt der Tarif immerhin noch 3,7 Prozent.
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Auf den ersten Blick mag das so aussehen, aber Dauer bin ich eher vom Gegenteil überzeugt. Die EU fixiert sich zunehmendund auch schon an verschiedenen Stellen auf ihren Binnenmarkt. Langfristig gesehen wären das die Anfänge einer Isolationspolitik, die eher mehr schadet, als sonstwas, und sie steht...[mehr] im Gegensatz zur Globalisierung der großen Unternehmen - einer Entwicklung, bei der u.a. es auch die EU es verpasst hat, mit "Anreizen" ihr (der Globalisierung) entgegen zu wirken.
Was man "damals" in dem Sinne evtl. verpasst hat, dem wird man heute kaum wieder auf die Beine helfen können, in dem man wieder auf das Gegenteil der allgemeinen Entwicklung setzt.
Nicht die erste Zollregulierung, die zu diesem Ziel geschaffen wurde ...
Ja, das aberwitzigste Beispiel dafür ist die reduzierte Einfuhr von nur noch 2 Schachteln Zigaretten seit dem 01.12.2008 - bis dahin waren 10 Schachteln erlaubt. Da soll keiner behaupten, dass das eine Gesundheitsmaßnahme sein soll, sondern vielmehr verspricht man sich wohl davon, dass die restlichen 8 Schachteln dann auch wieder in den jeweiligen EU-Ländern gekauft werden!
Natürlich kann man so auch die Wirtschaft ankurbeln, indem die Einnahmen des Staates an den Bürger durch Steuersenkungen usw. weitergegebene werden.... aber welcher Staat macht dies dann schon? Oder Staat gibt das Gel...[mehr]d in den Straßenbau weiter oder ähnliches, wo externe Firmen aufträge erhalten, aber das das selbe Spiel, wird selten gemacht ;)
Aber genau das kurbelt doch unsere Wirtschaft an. Der Bürger muss nur auf außereuropäische Geräte Zoll zahlen. Die Nachfrage am Markt wird also auf den innereuropäischen Markt umgelenkt. Nicht die erste Zollregulierung, die zu diesem Ziel geschaffen wurde ...
Ich bin generell gegen die Abschaffung des Zolls :-)