2007 konnte der US-Handykonzern Motorola noch einen Gewinn von 100 Millionen Dollar einfahren. Im vierten Quartal des letzten Jahres ging es dann tief in die roten Zahlen: 3,6 Milliarden Dollar Verlust, ein Umsatzeinbruch von 7,1 Milliarden Dollar. Und auch für das erste Quartal 2009 erwartet der Konzern ein deutliches Minus. Auf Motorola kommen schwere Zeiten zu.
Absatzeinbruch - Motorola weit hinter Nokia und Samsung
Immer weiter rutscht das US-Unternehmen hinter Marktführer Nokia und Hauptverfolger Samsung ab. Auf nur noch 6,5 Prozent beziffert Motorola seinen weltweiten Marktanteil bei Mobiltelefonen. Grund ist ein wahrer Absatzabsturz um über 50 Prozent auf 19,2 Millionen verkaufte Handys im vierten Quartal 08 im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktie gab dementsprechend zum US-Handelsstart um acht Prozent nach. Laut der Financial Times ist die Modellpalette von Motorola nach wie vor nicht wettbewerbsfähig.
Quartalsverlust trotz Stellenabbau
Erst Mitte Januar hatte der Hersteller wegen seiner massiven Probleme den Abbau von weiteren 4.000 Stellen vor allem in der verlustreichen Handysparte begonnen - rund sechs Prozent aller Jobs. Zuvor hatte Motorola bereits 3.000 Arbeitsplätze gestrichen. Dennoch geht der Konzern von einem erneuten Minus im ersten Quartal 2009 aus.
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