Vor einer Woche hat die Kriminalpolizei Kiel einen Aufruf gestartet, indem sich Opfer von Telefon- und SMS-Abzocke melden sollen. Dabei ging es unter anderem um betrügerische SMS-Flirtchats. Nach einem Bericht der NDR 1 Welle Nord vom Dienstag hat die Staatsanwaltschaft Kiel nun ihre Ermittlungen auf ganz Deutschland ausgeweitet.
Deutschlandweites Netz
Anfang Dezember 2008 hätten bereits Untersuchungen bei einer Partnervermitllung in Kiel und Flensburg stattgefunden. Mit den Informationen aus den Ermittlungen sind auch Dienstleister in München unter Verdacht geraten, bei denen weitere Daten sicher gestellt wurden.
Schadenshöhe im zweistelligen Millionenbereich
Die Staatsanwaltschaft Kiel habe Tausende von Chat-Protokollen beschlagnahmt und gehe von mehr als 100.000 Geschädigten aus, heißt es in dem Bericht. Der bisher entstandene Schaden würde bereits im zweistelligen Millionenbetrag liegen.
Bezahlte Flirter
Alle Anbieter hätten eine Software der Flensburger Firma Mintnet für ihre betrügerischen Dienste genutzt. Dabei gingen die Flirtdienste so vor, dass bezahlte Mitarbeiter die Flirt-SMS von Kunden an vermeintlich andere Kunden selber beantwortet haben und so pro SMS 1,99 Euro erwirtschaftet haben.
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