Morph: Bis zum Armband biegbar

Forscher entwickeln nanomaterielle Folien für biegsame Geräte

Studien wie Nokias Morph könnten bald Wirklichkeit werden

vom 16.01.2009 (0)

Südkoreanische Forscher haben eine Methode entwickelt, die es ermöglichen soll, großflächige, nanomaterielle Folien zu produzieren. Was im ersten Augenblick wie eine trockene Wissenschafts-News klingt, könnte für die Zukunft durchaus Vielversprechendes bringen. Mit solchen Folien wäre es beispielsweise möglich, elastische Elektronikgeräte wie das Nokia Morph Wirklichkeit werden zu lassen.

Technischer Hintergrund

Dieser neue Fertigungsprozess nutzt das CVD-Verfahren (chemical vapor deposition), eine Art Gasphasenabscheidung, um eine Graphen-Folie mit zehn Zentimeter Durchmesser herzustellen. Diese kann dann genutzt werden, um biegsame Displays zu produzieren, aber auch, um Indium-Zinn-Oxid zu ersetzen, das für die Produktion von Touchscreen-Panels oder Solarzellen verwendet wird.

Aus der Nanotechnologie: Graphen

Bei Graphen handelt es sich um eine nanomaterielle Struktur, die 100 mal mehr Strom als Kupfer transportieren und Elektronen 100 mal schneller als einkristallines Silikon transferieren kann, welches in der Regel bei gewöhnlichen Halbleitern verwendet wird.

Samsung nimmt sich der Technologie an

Gerüchten zufolge ist aber nicht Nokia der erste Hersteller, der sich mit dieser Thematik intensiver beschäftigen will, sondern Samsung. Scheinbar plant der südkoreanische Konzern eine enge Zusammenarbeit mit dem Forscherteam. Man darf also auf entsprechende Geräte gespannt sein.

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Quelle: Unwired View |Bildquelle: Nokia | Autor: OS

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