Der scheidende Vorstandsvorsitzende des Freenet-Konzerns, Eckhard Spoerr, muss wegen Insiderhandels vor Gericht. Am Freitag beginnt vor dem Landgericht Hamburg der Prozess gegen Spoerr und Finanzvorstand Axel Krieger wegen des Verdachts verbotener Insidergeschäfte, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
Illegaler Aktienverkauf kurz vor dem Kursrutsch
Laut Staatsanwaltschaft sollen Spoerr und Krieger im Juli 2004 als Manager des Internetunternehmens Freenet.de jeweils 30.000 Aktien ihrer Firma verkauft haben, kurz bevor der Aktienkurs wegen der Veröffentlichung eines negativen Geschäftsberichts drastisch einbrach. Ihnen wird vorgeworfen, internes Wissen über die Lage ihres Unternehmens illegal für eigene Geschäfte ausgenutzt zu haben. Für die Verhandlung sind vier Tage vorgesehen.
Spoerr scheidet Ende Januar aus
Freenet.de war 2007 mit dem Mutterkonzern Mobilcom zur Freenet AG fusioniert; Eckhard Spoerr wurde Chef des neuen Unternehmens. Kurz vor Weihnachten 2008 teilte der Mobilfunkkonzern mit, dass man sich Ende Januar von Spoerr trennen werde. Der CEO war in den vorangegangenen Wochen wegen des Stellenabbaus, der Finanzlage und des geplatzten Verkaufs der DSL-Sparte zunehmend in die Kritik geraten.
Weitere Informationen zu diesem Thema:
Kommentar schreiben