Das Ende Juni geschlossene Nokia-Werk in Bochum hat einen Nachfolger: Wie das Wirtschaftsministerium gestern bekannt gab, hat die Essener Thelen-Gruppe das Grundstück erworben. Bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze will der Betreiber von Gewerbeimmobilien dort schaffen. Nach der Scanbull Vertical Images AG ist dies bereits das zweite Unternehmen, das in die ehemalige Nokia-Fläche investiert.
"Wachstum für Bochum"
Der Verkauf der Nokia Liegenschaft steht im Zusammenhang mit dem Programm "Wachstum für Bochum", das die nordrhein-westfälische Landesregierung, Nokia und die Stadt Bochum im Juni 2008 ins Leben gerufen haben. Ziel des Programms ist es, in Bochum und der näheren Region Wachstumsimpulse zu fördern, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Investitionen zu generieren. Zumindest was den Nokia-Konkurrenten Research in Motion (RIM) angeht, hat dieser Plan bereits gegriffen: Der Blackberry-Hersteller eröffnete im September ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Bochum und schuf somit in einem ersten Schritt rund 150 neue Arbeitsplätze.
Thelen ist der "richtige Partner" für die Entwicklung des Gebiets
"Wir begrüßen ausdrücklich die Investition von Thelen. Sie zeigt, 'Wachstum für Bochum' ist ein erfolgreiches Programm. Das Unternehmen verfügt über eine reiche Erfahrung als Immobilienentwickler und hat bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte in einem schwierigen Marktumfeld realisiert. Wir sind überzeugt, dass Thelen der richtige Partner für die weitere Entwicklung des Gebiets sein wird", sagt Kristian Pullola, Vice President Treasury bei Nokia und Leiter der Arbeitsgruppe 'Wachstum für Bochum' bei Nokia.
Grundstücke passen gut ins Portfolio
Auch Wolfgang Thelen, geschäftsführender Gesellschafter der Thelen Gruppe, gibt sich zuversichtlich: "Die Liegenschaften in der Meesmannstraße und in der Rensingstraße passen sehr gut in unser bestehendes Portfolio. Wir möchten den Gewerbepark nutzen, langfristig orientierte Investoren als Mieter zu gewinnen. Wenn der Park voll ausgelastet ist, erwarten wir, dass bis zu 1.000 Personen dort beschäftigt werden können." weiterlesen...
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